Angestrebte jährliche Produktionskapazität von 100.000 Tonnen

NorSAF und KBR planen Anlage für Drop-in-SAF in Lettland

NorSAF sichert sich die Exklusivrechte an einer SAF-Technologie des Ingenieurunternehmens KBR. Damit will das lettische Unternehmen, die nach eigenen Angaben erste kommerzielle Anlage Europas entwickeln, die 100 % Drop-in-SAF produzieren kann.

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Drei Männer an einem Tisch vor Flaggen bei einem offiziellen Gespräch.
Die Luft- und Raumfahrtunternehmensgruppe Avia Solutions ist Partner des Projekts.

Was ist zu 100 % „Drop-in“-fähiges SAF?

Im Gegensatz zu anderen SAF ist dieser Kraftstoff so konzipiert, dass er den Betrieb bestehender Flugzeuge ermöglicht, ohne dass es notwendig ist, konventionellen fossilen Kraftstoff beizumischen. Das Drop-in-SAF enthält jene aromatischen Komponenten, die für die Kompatibilität mit den Kraftstoffsystemen und Dichtungsmaterialien bestehender Flugzeuge erforderlich sind.

Der Projektfortschritt, einschließlich des Abschlusses der Entwicklungsphasen und des geplanten Anlagenbaus, hängt weiterhin vom Sicherstellen der notwendigen Unterstützung und Zusagen strategischer Partner ab. Mit einer angestrebten Produktionskapazität von 100.000 t/a nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) soll das Projekt voraussichtlich 2031 den Betrieb aufnehmen. Der Gesamtprojektwert wird auf über 1 Mrd. Euro geschätzt. Der geplante Standort ist der Hafen von Liepaja in Lettland. Ziel ist es, alle Rohstoffe für die Produktion innerhalb Europas zu beziehen.

Nach Fertigstellung soll die Anlage sowohl SAF aus Bioethanol als auch eSAF, einen synthetischen Kraftstoff aus grünem Wasserstoff und biogenem CO2, produzieren. Durch die Nutzung von Ökostrom für die Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion und die Kombination mit abgeschiedenem Kohlenstoff profitiert das Projekt von einem vollständig geschlossenen grünen Energiekreislauf.

Die lizensierte SAF-Technologie hat ursprünglich Swedish Biofuels entwickelt, KBR ist der exklusive Lizenz- und Vermarktungspartner für die Technologie. Das Verfahren ermöglicht nicht nur die SAF-Produktion im großen Maßstab, sondern bietet auch die Möglichkeit, CO2 und Synthesegas in derselben Anlage gemeinsam zu verarbeiten und einen sofort einsatzbereiten Flugkraftstoff herzustellen.