Zusammenarbeit für dekarbonisierte Lieferketten
Syensqo und Shell Chemicals liefern kohlenstoffarme Ethylenoxid-Lösungen
Syensqo und Shell Chemicals Europe wollen gemeinsam massenbilanzierte, kohlenstoffarme Ethylenoxid-Lösungen liefern. Ziel ist es, den Kohlenstoff-Fußabdruck in der Wertschöpfungskette signifikant zu senken, ohne dabei Leistungsfähigkeit einzubüßen.
Syensqo
Im Rahmen der vereinbarten Kooperation beabsichtigt der
Spezialchemiekonzern Syensqo, Ethylenoxid-basierte
Lösungen einzuführen, die auf kohlenstoffärmeren Rohstoffen von Shell Chemicals
basieren. Diese Vorprodukte weisen im Vergleich zu konventionellem Ethylenoxid
einen bis zu 51 % geringeren
CO₂-Fußabdruck auf. Erreicht wird dies durch einen Massenbilanz-Ansatz
unter Verwendung von Gutschriften aus der Kohlenstoffabscheidung und -nutzung.
Die neuen Lösungen sind nach der ISCC Carbon Footprint Certification (CFC) verifiziert. Ein
entscheidender Vorteil für Anwender: Es handelt sich um sogenannte Drop-in-Lösungen. Nutzer sollen den
CO₂-Fußabdruck ihrer Formulierungen reduzieren können, ohne dass eine
langwierige Neuqualifizierung erforderlich ist, da Leistung, Qualität und
Versorgungssicherheit unverändert bleiben.
Chloé Masselon, Sustainability Director bei Syensqo, betont
die Bedeutung dieser Entwicklung: „Kunden stehen unter wachsendem Druck, den
CO₂-Fußabdruck ihrer Produkte zu reduzieren, ohne die Leistung oder die
Zuverlässigkeit der Lieferkette zu gefährden“. Die Kombination aus
zertifizierten, kohlenstoffarmen Rohstoffen und Drop-in-Kompatibilität biete
einen praktischen Weg zur Dekarbonisierung in großem Maßstab.
Für Syensqo ist diese Initiative ein wesentlicher Baustein
der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Das Unternehmen verfolgt das Ziel („One
Planet“), die Scope-3-Treibhausgasemissionen
in den fünf Fokus-Kategorien (darunter eingekaufte Waren, Verarbeitung und
End-of-Life-Behandlung) bis 2030 im Vergleich zu 2021 um 25 % zu senken. Mit der Zusammenarbeit wollen die Partner außerdem
verdeutlichen, dass die Reduzierung von Emissionen entlang der
Wertschöpfungskette eine enge Zusammenarbeit zwischen Rohstofflieferanten,
Inhaltsstoffherstellern und Produzenten von Endgütern erfordert.