Pilotanlage in der Altmark

Evonik unterstützt Projekt zur Lithiumextraktion von Neptune Energy

Neptune Energy hat Adsorbermaterial von Evonik Catalysts für die Pilotphase II seines Lithiumextraktions-Projekts in der Altmark ausgewählt. Zusätzlich unterstützt der Chemiekonzern mit Anwendungs- und Prozess-Know-how vor Ort in Sachsen-Anhalt.

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Metallrohre, Ventile und industrielle Behälter in einer technischen Anlage.
Die kommerzielle Lithiumproduktion soll ab 2030 schrittweise anlaufen.

„In der Pilotphase I im vergangenen Jahr haben wir unterschiedliche weltweit verfügbare Technologien zur direkten Lithiumextraktion auf ihre Eignung für die Bedingungen in der Altmark untersucht. Nach Tests mit Ionenaustausch- und Adsorptionsverfahren hat die Adsorptionstechnologie die vielversprechendsten Ergebnisse für die Bedingungen in der Altmark gezeigt. Dieses Verfahren wollen wir nun gemeinsam mit dem Fraunhofer IEG weiterentwickeln“, erklärt Joachim Sluet, Manager Midstream und verantwortlich für die Pilotprojekte beim Rohstoffunternehmen Neptune Energy. Nicht nur das Adsorbermaterial von Evonik soll in der Pilotphase II getestet werden, sondern auch Materialien von anderen Herstellern.

Woher stammt das Lithium?

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Die kommerzielle Lithiumproduktion soll ab 2030 schrittweise anlaufen. Ziel ist es, in den 2030er Jahren bis zu 25.000 t/a LCE zu produzieren. Dies entspricht dem Lithiumbedarf für Batterien von rund 500.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr.

Wie funktioniert die Lithiumextraktion?

Adsorber sind darauf ausgelegt, Lithium-Ionen selektiv aus dem Thermalwasser zu adsorbieren. Anschließend wird das Lithium vom Adsorber desorbiert, sodass eine stark lithiumhaltige Lösung, das Lithiumchlorid entsteht. Dieses kann in weiteren Prozessschritten zu batteriefähigem Lithiumkarbonat oder Lithiumhydroxid-Monohydrat verarbeitet werden.

Die mit dem Fraunhoferinstitut für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (IEG) entwickelte Pilotanlage ermöglicht, Lithium unter Ausschluss von Sauerstoff mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 1.000 l/d Thermalwasser zu extrahieren. Durch drei gleichzeitig betriebene Adsorbersäulen können Adsorption und Desorption der Lithium-Ionen fast zeitgleich erfolgen.