Grund ist der „hohe Gaspreis in Europa“

Ineos legt alle drei Acetyl-Anlagen im britischen Hull still

Ineos betreibt im britischen Hull drei chemische Zwischenproduktanlagen, die die Grundbausteine für eine Vielzahl von Branchen in ganz Europa herstellen. Der Konzern gibt an, diese aufgrund der hohen, nicht wettbewerbsfähigen Gaspreise abschalten zu müssen.

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Luftaufnahme eines Industriehafens mit Tanks, Wasserwegen und grünen Feldern unter bewölktem Himmel.
Schon im Oktober 2025 kündigte das Unternehmen an, 20 % der Arbeitsplätze am Standort zu streichen.

Bei zwei der drei Acetyl-Anlagen hat Ineos die Produktion bereits eingestellt, die dritte plant das Unternehmen in wenigen Tagen (Stand: 22.09.2026) vom Netz zu nehmen. Von dieser Maßnahme sind fast 4.000 Arbeitsplätze betroffen. Die Anlagen in Hull produzieren chemische Zwischenprodukte, die als Grundbausteine für eine Vielzahl von Branchen in Europa dienen, darunter Pharmazeutika, Lebensmittel, Bekleidung, Kosmetika, Reinigungsmittel, Baumaterialien und hochenergetische militärische Sprengstoffe. Das Unternehmen gibt an, dass es sich um die letzten verbliebenen Acetyl-Anlagen in Europa handle, da alle anderen aufgrund nicht wettbewerbsfähiger Energiekosten bereits stillgelegt wurden.

Im Juli 2025 hatte das Unternehmen 30 Mio. Pfund investiert, um den Standort von Erdgas auf Wasserstoff umzustellen. Wenige Monate später, im Oktober 2025, verkündete das Unternehmen, in Hull 20 % der Arbeitsplätze wegen „extrem hoher Energiekosten“ zu streichen.