Knappheit durch Corona-Krise

Bayerisches Chemiedreieck produziert gemeinsam Desinfektionsmittel

27.03.2020 Nach einer Anfrage des bayerischen Wirtschaftsministeriums haben verschiedene Firmen aus dem bayerischen Chemiedreieck Rohmaterialien für knappgewordene Desinfektionsmittel beigesteuert. Nun läuft in einer gemeinsamen Aktion die Herstellung.

Clariant Gendorf EO-Anlage CLAPR1480a

Am Clariant-Standort in Gendorf werden nun Desinfektionsmittel gemischt und abgefüllt, um der Knappheit im Zuge der Covid-19-Pandemie zu begegnen. (Bild: Clariant)

Zu den wirksamen Bestandteilen von Hand- und Oberflächen-Desinfektionsmitteln gehören die Alkohole Isopropanol und Ethanol. Wacker hatte bereits 11.000 l Isopropanol gespendet, das am Standort Nünchritz hauptsächlich zu Reinigungszwecken dient. Der Chemiekonzern stellt selbst kein Desinfektionsmittel her. Von Clariant in Straubing kamen 40.000 l Bioethanol. Am Clariant-Standort im Chemiepark Gendorf geschieht nun auch das Mischen und Abfüllen, nachdem die Ausgangsstoffe mit Spezialfahrzeugen dorthin geliefert wurden. Die fertigen Desinfektionsmittel werden über ein Verteilzentrum der bayerischen Staatsregierung in den betroffenen Regionen an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen verteilt. (ak)

Die Corona-Krise in Bildern

Loader-Icon