Wirksamer Clean Industrial Deal ab 2026

Unterzeichner der Antwerpener Erklärung fordern Sofortprogramm für Wettbewerbsfähigkeit

Der Zusammenschluss der "Antwerp Declaration Community" aus mehr als 1.300 Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften dringt darauf, den Clean Industrial Deal 2026 mit spürbaren Ergebnissen in der Produktion zu hinterlegen und hochwertige Industriearbeitsplätze zu sichern.

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KI-generiertes Symbolbild: Auditorium auf EU-Wirtschaftsgipfel, Publikum vor leerem Podium.

Die Antwerpener Erklärung

Auf dem European Industry Summit 2024 in Antwerpen überreichten ursprünglich 73 Führungspersonen aus 17 Wirtschaftszweigen eine Erklärung an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Darin fordern die Unterzeichnenden einen "European Industrial Deal" als Ergänzung zum EU Green Deal. Dieser Aktionsplan soll die wirtschafliche Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sicherstellen.

Die Zahl der Unterzeichner und Mitglieder der "Antwerp Declaration Community" ist seitdem stetig gewachsen. Ein Jahr später waren es bereits über 400, mittlerweile (Stand Februar 2026) wird die Forderung von über 1.300 Unternehmen und Organisationen unterstützt.

Im Vorfeld der Sitzung des Europäischen Rates in Alden Biesen hat die „Antwerp Declaration Community“ die EU-Staats- und Regierungschefs zu schnellen und koordinierten Maßnahmen zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit aufgerufen. Das Bündnis vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1.300 Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften in Europa und fordert, hochwertige Industriearbeitsplätze zu sichern und den Clean Industrial Deal „spürbar auf den Fabrikflächen“ wirksam werden zu lassen.

Der Appell wurde auf dem diesjährigen European Industry Summit in Antwerpen formuliert. Dort kamen laut Veranstaltern über 500 Unternehmensvertreter, 30 Beschäftigte aus der Produktion sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammen; Gastgeber war Belgiens Premierminister Bart De Wever. Zu den weiteren genannten Teilnehmenden zählten unter anderem Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Dick Schoof, Christian Stocker, Teresa Ribera, Stéphane Séjourné, Wopke Hoekstra und Martin Hojsík.

Cefic-Präsident und BASF-CEO Markus Kamieth warnte vor einem beschleunigten Verlust industrieller Kapazitäten in Europa. Er sprach von einer strukturellen Verschiebung der Wettbewerbsfähigkeit, die sämtliche verarbeitenden Branchen betreffe. Wenn Europa die „saubere Transformation“ anführen wolle, müsse es die Industrie halten, die diese Transformation ermögliche. Benötigt würden wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, um den Wandel zu gestalten und Beschäftigung zu sichern. Das Bündnis verbindet die Forderung mit dem Anspruch, dass 2026 messbare Ergebnisse sichtbar werden.