Größtes Energieeffizienz-Projekt des Unternehmens

Covestro investiert in Dormagen in neuen Dampfkompressor

Covestro will mit einem neuen Dampfkompressor am Standort Dormagen ein niedriges dreistelliges GWh-Volumen an Energie einsparen. Der Baubeginn ist für Ende 2026 geplant, Mitte 2027 soll der Kompressor dann in Betrieb gehen.

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Weitwinkelansicht eines Chemiewerks mit dichtem Netz aus Rohren und Tanks
Die TDI-Produktionskette am Standort Dormagen.

Der geplante Kompressor, der einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag kosten soll, funktioniert nach dem Prinzip einer Wärmepumpe: Bei den Produktionsabläufen für das Herstellen von TDI, einer Komponente für Weichschaum, entsteht Wasserdampf. Covestro benötigt Dampf für viele Produktionsprozesse, doch der Dampf, der beim Herstellen von TDI entsteht, ist nicht heiß genug. Deshalb wird er teilweise als Abwärme in die Umwelt abgegeben. Der geplante Kompressor soll den Dampf auf ein höheres Temperatur- und Druckniveau anheben, so dass er sich für Produktionsprozesse nutzen lässt.

Es ist nach Angaben des Unternehmens dessen größtes Energieeffizienz-Projekt bisher. Das Unternehmen rechnet damit, aufgrund des Dampfkompressors seinen Energiebedarf in Deutschland um 2 % pro Jahr verglichen mit 2025 zu senken. Das würde außerdem mehr als 40.000 t/a CO2-Emissionen einsparen.