Langzeit-Druckluftspeicherung in Salzkavernen

Nobian und Airengy testen Energiespeicher mit Druckluft

Nobian und das Energieunternehmen Airengy wollen die Machbarkeit einer Langzeit-Druckluftspeicherung in einer Salzkaverne in Dänemark untersuchen. Die Druckluft wird mit überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien generiert und kann zur Stromerzeugung wieder freigesetzt werden.

1 min
Druckluft ist ein wichtiger Energieträger.
In der Industrie wird Druckluft mit Kompressoren erzeugt und direkt verwendet – in diesem Projekt dient sie als Energiespeicher.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Bewertung der Druckluft-Energiespeichertechnologie von Airengy, die sogenannte Airbattery. Diese kann überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien als Druckluft in einer unterirdischen Kaverne speichern und bei Bedarf zur Stromerzeugung freisetzen.

Im Rahmen dieser Untersuchung beabsichtigen die Unternehmen, die Machbarkeit der Technologie in einer der von Nobian Dansk Salt betriebenen Salzkavernen zu bewerten und zu testen. Salzkavernen sind aufgrund ihrer natürlichen Dichtungseigenschaften und ihrer Fähigkeit, Energieträger unter hohem Druck sicher zu speichern, eine bewährte und effiziente Lösung für die großtechnische Energiespeicherung, einschließlich von Gasen wie Wasserstoff.

Wie funktioniert die Druckluft-Energiespeichertechnologie?

Die Airbattery ist ein bidirektionales System mit geschlossenem Kreislauf. Zum Speichern von überschüssigem erneuerbarem Strom wird dieser genutzt, um eine Pumpe anzutreiben, die Wasser in einen mit Luft gefüllten Behälter pumpt, wodurch die enthaltene Luft komprimiert wird. Die entstandene Druckluft wird in der Salzkaverne gespeichert, bis wieder Strom gebraucht wird. Um Strom zu erzeugen, wird die Druckluft in den Behälter mit Wasser eingelassen, wo sie die Flüssigkeit verdrängt, wodurch das Wasser eine Turbine antreibt, die wieder Strom erzeugt.