Syensqo verdoppelt Kapazität für aromatische Hochleistungspolymere in Indien
Der Werkstoffhersteller Syensqo erweitert seine Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum und investiert am Standort Panoli, Indien, in eine neue Compoundierungslinie für aromatische Hochleistungspolymere.
Syensqo-Standort Panoli, Indien
Syensqo
Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das erste Quartal 2028 geplant. Als erste Einheit eines modular aufgebauten Compoundierungs-Hubs wird die neue Linie die bestehende Compoundierungskapazität von Syensqo vor Ort verdoppeln.
Flexibilität für die Automobilbranche
Mit dieser Investition reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage im indischen Automobilsektor, einem der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte dieser Branche. Die Anlage bietet hohe Flexibilität für das gesamte Portfolio an aromatischen Polymeren des Herstellers. Sie ist für die Compoundierung eines breiten Spektrums an Materialien ausgelegt, darunter Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyphthalamid (PPA) und Polyarylamid (PARA). Diese Hochleistungswerkstoffe kommen in anspruchsvollen Automobilanwendungen zum Einsatz, bei denen extreme Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit, mechanische Festigkeit sowie Leichtbau von entscheidender Bedeutung sind.
Das Projekt stärkt die Lieferfähigkeit von Syensqo für lokale sowie globale Automobilhersteller und Zulieferer in Indien und erschließt gleichzeitig neue Marktchancen in anderen Industriezweigen. Zudem unterstützt die Standorterweiterung das Bestreben der indischen Regierung im Rahmen der Initiative „Make in India“, die auf eine verstärkte Lokalisierung von Fertigungsprozessen und Lieferketten abzielt.
Laut Tom Wood, VP Product und Asset Manager bei Syensqo, ist Indien ein wichtiger Wachstumsmarkt, da die heimische Automobilindustrie zunehmend lokalisiert und fortschrittlichere Materiallösungen adaptiert. Die physische Nähe der Produktion zu den Abnehmern ermöglicht es dem Unternehmen, schneller und flexibler auf sich verändernde Kundenbedürfnisse zu reagieren. Das Vorhaben baut auf der bereits etablierten Produktions- sowie Forschungs- und Innovationspräsenz von Syensqo in Indien auf.