Festoxid-Elektrolyse im Pilotmaßstab

Shell, Fraunhofer IKTS und AVL entwickeln Elektrolyse-Technologie für synthetischen Flugkraftstoff

Shell Global Solutions, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS und das Technologieunternehmen AVL haben ein Kooperationsprogramm zur Weiterentwicklung von synthetischem Flugkraftstoff (e-SAF) gestartet.

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Verkehrsflugzeug am Flughafen mit Bodenfahrzeug und Ausrüstung auf dem Vorfeld.
Synthetische Flugkraftstoffe sind ein wichtiger Weg zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs.

Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung eines Power-to-Liquids-Prozesses der nächsten Generation. Auf Basis der Festoxid-Ko-Elektrolyse (Solid Oxide Electrolysis Cells, SOEC) soll e-SAF aus CO₂ und CO₂-armem Strom hergestellt werden. Die Versuche werden im Pilotmaßstab am Energy Transition Campus Amsterdam (ETCA) von Shell durchgeführt.

Das geplante integrierte Testprogramm kombiniert einen 24-kW-SOEC-Elektrolyseur für die Ko-Elektrolyse mit der bestehenden Fischer-Tropsch-Pilotanlage (FT) von Shell. Der Gesamtablauf führt dabei eine Hochtemperatur-Ko-Elektrolyse, eine fortschrittliche membranbasierte Trennung, die Fischer-Tropsch-Synthese sowie die Abgasnutzung zusammen. Die Forschung soll dazu beitragen, die künftige Produktion von e-SAF effizienter und kostengünstiger als bisherige PTL-Verfahren zu gestalten.

Die drei Projektpartner bringen jeweils spezifische Kernkompetenzen in das Vorhaben ein: Shell steuert seinen auf langjähriger GTL-Erfahrung aufbauenden Shell XTL-Prozess bei. Fraunhofer IKTS stellt die Festoxid-Ko-Elektrolysetechnologie bereit. AVL übernimmt das Systemengineering und die Integration der Elektrolyse.

Ziel ist es, die kritische Lücke zwischen Laborinnovationen und kommerziell anwendbaren Technologien zu schließen. Gefördert wird das Programm von der niederländischen Regierung im Rahmen der Regelung „DEI Energy Innovation“ (DEI1250051). Der Abschluss des Testprogramms wird für das Ende dieses Jahrzehnts erwartet; die kommerzielle Umsetzung durch die Industrie ist für das darauffolgende Jahrzehnt geplant.