Absichtserklärung mit Fertiglobe und MB Energy

Covestro prüft Ammoniak-Import über Hamburg

Covestro, Fertiglobe und MB Energy prüfen eine Ammoniak-Lieferkette über ein geplantes Importterminal in Hamburg. Der Chemiekonzern könnte das importierte Ammoniak künftig als industrieller Abnehmer nutzen.

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Drei Männer in Anzügen stehen vor Flaggen hinter einem Tisch bei einem offiziellen Fototermin.
Die Absichtserklärung wurde während des Deutschlandbesuchs Seiner Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, unterzeichnet.

Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 8,4 Mio. Euro, davon 7 Mio. Euro EU-Förderung, und läuft über 42 Monate. Gemeinsam strebt das Konsortium an, den produktbezogenen CO2-Fußabdruck von Anilin künftig zu reduzieren. Im Rahmen der Absichtserklärung will der Produzent Fertiglobe die mögliche Lieferung von Ammoniak über ein Importterminal prüfen, das MB Energy in Hamburg-Blumensand plant. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat der Ammoniakproduzent zudem die Möglichkeit, eine Kapitalbeteiligung am Hamburger Terminal zu erwerben. Covestro wiederum will die Abnahme von über das Terminal geliefertem Ammoniak bewerten, das der Chemiekonzern als Rohstoff in seiner Produktion und zum Decken seines Wasserstoffbedarfs einsetzen kann.

Durch das Entwickeln eines zusätzlichen Weges für Ammoniakimporte nach Deutschland könnte die Zusammenarbeit die Versorgungsoptionen diversifizieren und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten für die europäische Industrie stärken. Die Parteien werden auch Möglichkeiten prüfen, andere Industriekunden in Europa zu beliefern.

Die Partner haben vor, die kommerziellen, technischen und logistischen Anforderungen für die mögliche Ammoniakversorgung über Hamburg zu bewerten, einschließlich Terminalkapazität, Mengen, Liefervereinbarungen und dem Weiterleiten zu Industriekunden. Sie werden auch die erforderliche Infrastruktur und Logistik bewerten, einschließlich Pipelines, Binnenschiffe und Schienenverkehr.

Die Zusammenarbeit soll konventionelles, kohlenstoffärmeres und erneuerbares Ammoniak berücksichtigen, einschließlich der Kohlenstoffintensität der möglichen Versorgung und der Übereinstimmung mit anwendbaren regulatorischen und Zertifizierungsrahmenwerken wie dem EU-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und relevanten Anforderungen an kohlenstoffarmen und erneuerbaren Wasserstoff.