MOL Hygi ist vorerst in wiederverwertbaren 2-Liter-Plastikflaschen erhältlich, wird aber ab dem nächsten Monat auch in kleineren Größen angeboten. (Bild: MOL)

MOL Hygi ist vorerst in wiederverwertbaren 2-Liter-Plastikflaschen erhältlich, wird aber ab dem nächsten Monat auch in kleineren Größen angeboten. (Bild: MOL)

| von Ansgar Kretschmer

Der Schmierstoffhersteller und Mitglied der MOL-Gruppe MOL Lub Ltd. hat die Produktion einer Scheibenwaschanlage in seinem Werk Almásfüzitő in nur einer Woche verlagert. Die Anlage ist rund um die Uhr in drei Schichten in Betrieb und produziert ein tägliches Volumen von etwa 50.000 Litern.

Die Formeln für die beiden neuen Produkte wurden auf der Grundlage der WHO-Empfehlungen entwickelt und angesichts der COVID-19-Situation vom Nationalen Institut für Pharmazie und Ernährung in Rekordzeit getestet und genehmigt. Das Ethanol für die Herstellung des Handdesinfektionsmittels wurde aus Ungarn bezogen. Auch dort sind Desinfektionsmittel durch die Covid-19-Pandemie knapp.

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„Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Lösungen“

„Desinfektionsmittel, die eines der wichtigsten Instrumente zum Schutz vor dem Coronavirus sind, sind weltweit knapp“, sagte der Vorsitzende und CEO Zsolt Hernádi. „Angesichts der sich verschlimmernden Pandemie-Situation haben wir in Abstimmung mit der ungarischen Regierung beschlossen, in einem unserer Werke eine Produktionslinie zum Schutz gegen das Virus einzurichten. Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Lösungen.“

MOL Lub hat bereits die ersten hergestellten Mengen an staatliche Institutionen geliefert, die eine Schlüsselrolle im Kampf gegen das Coronavirus spielen, zum Beispiel Krankenhäuser, Abfallwirtschaftsunternehmen und öffentliche Versorgungsbetriebe. Die Produktion und der Versand erfolgen kontinuierlich. Das Unternehmen setzt diese neuen Produkte auch ein, um seine eigenen Kollegen in seinen Raffinerien, Werken und Tankstellen vor dem Coronavirus zu schützen, so dass stets eine ausreichende Anzahl Mitarbeiter zur Verfügung steht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. MOL Lub arbeitet auch daran, diese Produkte in seinen Einzelhandelsgeschäften in Ungarn zur Verfügung zu stellen, um die derzeitige Knappheit zu lindern.

Die MOL-Gruppe beginnt auch mit der Produktion der Desinfektionsmittel in der Slowakei und in Kroatien. INA, das kroatische Mitglied der Gruppe, wird vorerst 50.000 Liter Desinfektionsmittel herstellen. In der Slowakei wurde die Produktion des Desinfektionsmittels bei VURUP, ebenfalls ein Mitglied der MOL-Gruppe, aufgenommen. (ak)

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