Rockwool übernimmt BASF Wall Systems
Das Werk der BASF Wall Systems in Marktredwitz und die rund 200 Mitarbeiter des Unternehmens werden von Rockwool übernommen (Bild: Deute Rockwool Mineralwolle)

Das Werk der BASF Wall Systems in Marktredwitz und die rund 200 Mitarbeiter des Unternehmens werden von Rockwool übernommen (Bild: Deute Rockwool Mineralwolle)

Das verkaufte Unternehmen beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter, die vom neuen Eigentümer übernommen werden .Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird Ende 2013 gerechnet.

BASF Wall Systems ist auf dem deutschen Markt für Wärmedämm-Verbundsysteme ein mittelgroßer Anbieter. Das Hauptgeschäftsfeld sind Systeme für die Außen- und Innendämmung von Gebäuden, die unter der Marke Heck vermarktet werden. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen unter der Marke Rajasil Systeme zur Renovierung und Restaurierung historischer Gebäude. Im Jahr 2012 erzielte das Unternehmen einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. „Unser Wall-Systems-Geschäft in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Dennoch können wir nur geringe Synergien mit anderen BASF-Arbeitsgebieten nutzen“, sagte Dr. Tilman Krauch, Leiter des Unternehmensbereichs Construction Chemicals der BASF.

„Die BASF Wall Systems GmbH ist ein starkes und gut geführtes Unternehmen, das gut zu Rockwool passen wird. Durch die Akquisition können wir unsere Fassadenstrategie weiter voranbringen und im wichtigen deutschen Markt der Wärmedämm-Verbundsysteme an Präsenz gewinnen“, unterstrich Henrik Frank Nielsen, Managing Director Europe Division der Rockwool-Gruppe. „In Zukunft können wir unseren Kunden umfassendere Lösungen anbieten, die aus Dämmung sowie den weiteren erforderlichen Bestandteilen eines Fassadensystems bestehen“, erläuterte Nielsen.

BASF Wall Systems führt einzelne Komponenten zu zugelassenen Wärmedämm-Verbundsystemen zusammen. Dabei werden die meisten Komponenten zugekauft, darunter auch die Materialien für die Dämmschicht des Systems. Das Unternehmen ist somit kein Teil des Dämmstoffgeschäfts der BASF. Zu den Systemkomponenten, welche das selbst produziert, zählen insbesondere Klebe- und Armiermörtel.

Die Dämmstoffe Neopor, Styropor, Styrodur sowie Polyurethan-Dämmstoffe sind von der geplanten Veräußerung nicht betroffen. Sie bleiben zentrale Bestandteile des BASF-Portfolios, die zu energieeffizientem Bauen beitragen.

Die Rockwool-Gruppe ist ein führender Anbieter von Produkten und Systemen auf Basis von Steinwolle, vor allem für die Dämmung von Gebäuden und Industrieanlagen. Hauptsitz der Gruppe ist das dänische Hedehusene in der Nähe von Kopenhagen. Im Jahr 2012 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 1,97 Mrd. Euro. In ihren Werken und Ländergesellschaften sind fast 10.000 Mitarbeiter beschäftigt.

(dw)

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