Aufbereiten von Altkunststoffen im Rotterdamer Hafen
WPU plant Anlage für chemisches Recycling in Rotterdam
WPU, was zum Energie- und Rohstoffunternehmen Vitol gehört, will im Hafen von Rotterdam eine Anlage für chemisches Kunststoffrecycling errichten. Das Unternehmen visiert eine Verarbeitungskapazität von 80.000 t/a ausgedientem Kunststoff an. Sulzer soll Ingenieurdienstleistungen für die Projektumsetzung erbringen und Technologie liefern.
Die Anlage soll Altkunststoff zu Pyrolyseöl verarbeiten.
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Update vom 06. Juli 2026: WPU plant,
in einer Anlage in Rotterdam Kunststoff-Abfälle in einem Pyrolyseprozess in
Dämpfe umzuwandeln. Diese Dämpfe werden anschließend durch Technologie des
Schweizer Industriekonzerns Sulzer abgekühlt und kondensiert, so dass ein
flüssiger Rohstoff entsteht aus dem neue Kunststoffmaterialien hergestellt
werden können. Der Schweizer Konzern soll zudem Ingenieurdienstleistungen für
die Projektumsetzung erbringen und eine modular aufgebaute Skid-Anlagelösung
liefern. Die Planungsphase wurde im ersten Quartal 2026 abgeschlossen. Die
ersten Skid-Lieferungen sind für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
Die Lösung des
Schweizer Konzerns für die geplante Anlage für chemisches Recycling ist darauf
ausgelegt, ein breites Spektrum an Materialien zu verarbeiten, einschließlich
Kunststoffabfälle mit unterschiedlichen Verunreinigungsgraden. Sie passt sich
an veränderte Betriebsbedingungen und zukünftige Kapazitätsanforderungen
flexibel an. Durch die schnelle Abkühlung und Kondensation der bei der Pyrolyse
entstehenden Gase sorgt die Technologie zudem für eine konsistente und
zuverlässige Rohstoffqualität.
Ursprüngliche Meldung vom 10. April 2026: Die Recyclinganlage soll direkt neben der Raffinerie VPR von Vitol entstehen, wodurch sie gut positioniert wäre, um die recycelten Produkte mit der bestehenden industriellen Infrastruktur im Hafen von Rotterdam und den Endmärkten zu verbinden. WPU arbeitet mit einer eigens entwickelten Batch-Pyrolyse-Technologie und wandelt so Altkunststoff in Pyrolyseöl um, welches wieder zur Produktion von Chemikalien und neuen Kunststoffen genutzt werden kann. Die Pyrolysetechnologie wurde bereits erfolgreich in einer Anlage im dänischen Farevejle eingesetzt, die über eine Recyclingkapazität von 20.000 t/a verfügt.
Die Anlage will das Unternehmen mit Ofentechnologie ausstatten, die darauf ausgelegt ist, Emissionen zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken. Eine ähnliche Technologie ist bereits in der VPR Raffinerie im Einsatz, was zu einer Reduktion der NOx-Emissionen um 50 %, der SO2-Emissionen um 80 % und des Energieverbrauchs um 40 % geführt hat.