Erfüllt Leistungsziele in Bezug auf Effizienz, Flexibilität und Haltbarkeit
P2H2 testet AEM-Elektrolyseur mit Repsol
Power to Hydrogen hat seinen AEM-Elektrolyseur mit Repsol über 1.250 Stunden unter variablen Lasten getestet. Die Ergebnisse sollen nun den Weg für eine Demonstration im Bereich von 500 kW bis hin zum Megawatt-Maßstab ebnen.
Unter optimierten Szenarien für erneuerbare Energien mit hybriden Stromabnahmeverträgen hat die Technologie das Potenzial, einen Wasserstoffpreis von etwa 2,82 €/kg zu erreichen.
P2H2
Das Pilotprojekt, das im Rahmen des industriellen Innovationszentrums „All4Zero“ von Repsol durchgeführt wurde, bewertete den Anionenaustauschmembran-Stack (AEM) von Power to Hydrogen (P2H2) im kommerziellen Maßstab in mehr als 1.250 Stunden Parameter- und Haltbarkeitstests, einschließlich umfangreicher Betriebsversuche unter simulierten Lastprofilen. Das System erfüllte Leistungsziele in Bezug auf Effizienz, Flexibilität und Haltbarkeit. Aufbauend auf diesen Ergebnissen prüfen die Unternehmen Wege zu einer groß angelegten Demonstration im Bereich von 500 kW bis in den Megawatt-Bereich.
Unter Verwendung von spezifischen Eingabedaten des Energieunternehmens und dem H2A-Lite-Analyse-Framework des US-Energieministeriums prognostiziert der Elektrolyseurhersteller gleichmäßige Wasserstoffkosten von etwa 3,86 €/kg, was einer Senkung um ca. 16 % gegenüber etablierten Elektrolysetechnologien entspricht. Unter optimierten Szenarien für erneuerbare Energien mit hybriden Stromabnahmeverträgen hat die Technologie das Potenzial, etwa 2,82 €/kg zu erreichen und sich damit den wirtschaftlich entscheidenden Schwellenwerten für den industriellen Einsatz von Wasserstoff anzunähern.
Ein zentraler Schwerpunkt des Pilotprojekts war der Nachweis der Fähigkeit von P2H2, unter den variablen Bedingungen zu arbeiten, die für echte erneuerbare Energie charakteristisch sind. Das Testprotokoll umfasste variable Lastprofile auf Basis realer Betriebsbedingungen, wiederholte Zyklen zwischen 40 % und 100 % Last sowie den Betrieb bei Drücken von 2 bis 30 bar.
Durch den Betrieb der kommerziellen AEM-Zellen in einem 5-Zellen-Short-Stack lieferte das Pilotprojekt folgende Ergebnisse:
Nur etwa 2 mV/kHr irreversibler Leistungsabfall über 1.250 Teststunden, wobei die durchschnittliche Zellspannung zwischen Testbeginn und -ende praktisch unverändert blieb. Diese Ergebnisse lassen eine Systemlebensdauer von über 50.000 Stunden erwarten, was die aktuellen AEM-Branchen-Benchmarks um das 5- bis 10-Fache übertrifft.
Eine Wasserstoff-Reinheit direkt aus dem Stack von bis zu 99,9 % bei einem Betriebsdruck von 30 bar, mit konstanter Leistung über den gesamten Druckbereich von 2 bis 30 bar.
Ein dynamisches Lastverhalten, das eine hohe Kompatibilität mit realen Betriebsbedingungen demonstriert.
Volle Ausfallsicherheit bei ungeplanten Abschaltungen, einschließlich eines Stromausfalls in der Anlage, nach dem das System den Test ohne Beeinträchtigungen fortsetzte.
Der Elektrolyseurhersteller hat bereits laufende Projekte mit AEM-Elektrolyseuren im Hafen von Antwerpen-Brügge und gemeinsam mit Sintef in Norwegen.