Reaktion auf weltweites Überangebot
Solvay senkt Soda-Produktionskapazität in Werk in Spanien
Solvay hat vor, die Kapazität des Sodawerks im spanischen Torrelavega von 600 kt auf 420 kt zu senken – was zum Abbau von bis zu 77 Stellen führen könnte. Laut Unternehmen ist dies eine direkte Reaktion auf ein weltweites Überangebot von Soda.
Trotz der Kapazitätsreduktion will das Unternehmen dem Soda-Geschäft weiterhin verpflichtet bleiben.
Solvay
Solvay plant, die Soda-Produktionskapazität in Torrelavega mit Wirkung zum dritten Quartal 2026 und vorbehaltlich des erforderlichen Konsultationsprozesses zu verringern. Als Begründung nennt das Unternehmen nicht nur das Überangebot an Soda, sondern auch die anhaltend hohen Energie- und Kohlenstoffkosten in Europa. Ziel der Maßnahme sei es, langfristige Rentabilität und die nachhaltige Zukunft der verbleibenden Produktionskapazität des Standorts Torrelavega zu sichern. Der Natriumbikarbonat-Betrieb bleibt davon unberührt.
Etienne Galan, Präsident von der Unternehmenssparte Soda Ash & Derivatives, äußerte sich zu der Kapazitätsverringerung wie folgt: Soda sei für wichtige Anwendungen unverzichtbar, und das Unternehmen bliebe diesem Geschäft weiterhin fest verpflichtet. Es handle sich um eine strategische Investition, um die Wettbewerbsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte zu festigen, einschließlich des Einführens CO2-neutraler Soda-Verfahren als Teil der Roadmap für die Energiewende. Gleichzeitig brauche das Unternehmen dringend einen Rechtsrahmen, der dessen industrieller Realität und den für diese Transformation erforderlichen Investitionen entspricht.