Anlage in Dänemark gewinnt bedeutenden Industriekunden

European Energy und Mitsui liefern E-Methanol an OMV

European Energy und Mitsui haben über ihr Joint Venture Solar Park Kassø (SPK) eine mehrjährige Abnahmevereinbarung mit OMV über erneuerbares E-Methanol aus der Kassø E-Methanol-Anlage in Aabenraa, Dänemark, geschlossen.

2 min
Großer zylindrischer Tank auf einem Tieflader, begleitet von Arbeitern in Warnwesten auf einem Industriegelände.
European Energy und Mitsui haben über ihr Joint Venture Solar Park Kassø (SPK) eine mehrjährige Vereinbarung mit OMV über die Abnahme von E-Methanol aus der Kassø-Anlage geschlossen.

Das im Rahmen der Vereinbarung gelieferte E-Methanol wird in der EU als erneuerbarer Kraftstoff nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) zertifiziert. Die Vereinbarung sieht Treibhausgaseinsparungen vor, die deutlich über den Mindestanforderungen für die RFNBO-Konformität liegen. Damit zeigt Kassø, dass erneuerbare Kraftstoffe mit einem erheblich geringeren CO₂-Fußabdruck als fossile Alternativen bereitgestellt werden können und zugleich die Anforderungen der neu umgesetzten RED III für den Straßenverkehr in der EU erfüllen.

Mit der Vereinbarung kommt eines der großen integrierten europäischen Energie-, Kraftstoff- und Chemieunternehmen zu der wachsenden Gruppe von Industriekunden hinzu, die E-Methanol aus Kassø beziehen, teilen die Betreiber der Anlage mit: „Wir freuen uns, einen weiteren Abnehmer für unser in Kassø produziertes E-Methanol begrüßen zu können. Diese mehrjährige Vereinbarung zeigt, dass es einen realen und wachsenden Markt für erneuerbares Methanol gibt. Unternehmen suchen sowohl nach Lösungen um regulatorische Anforderungen zu erfüllen als auch nach Möglichkeiten, Emissionen aus Kraftstoffen und industriellen Prozessen zu reduzieren“, sagt René Alcaraz Frederiksen, EVP und Head of Power-to-X bei European Energy. Die Joint-Venture-Partner sehen darin eine weitere kommerzielle Bestätigung und den Nachweis, E-Methanol im industriellen Maßstab produziert werden kann. Der nächste Schritt bestehe nun darin, eine breite und diversifizierte Kundenbasis aufzubauen: „Ein Unternehmen von der Größe und mit der industriellen Erfahrung von OMV dafür zu gewinnen, ist ein wichtiger Beitrag zu dieser Entwicklung“, so Frederiksen.

"E-Methanol als praktikabler Weg zur Dekarbonisierung"

E-Methanol habe sich zu einer praxistauglichen CO₂-armen Lösung für eine Vielzahl von Branchen entwickelt, erklärt Tadaaki Ito, General Manager der Methanol and Ammonia Division bei Mitsui: „Neben Anwendungen als Schiffskraftstoff und in der chemischen Industrie entsteht nun auch Nachfrage im Bereich der Verkehrskraftstoffe. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von E-Methanol als praktikabler Weg zur Dekarbonisierung.“

Die Vereinbarung ist der vierte öffentlich bekannt gegebene Abnahmevertrag im Zusammenhang mit der Kassø E-Methanol-Anlage. Die Vereinbarung wird bereits umgesetzt, und die erste Lieferung von E-Methanol an OMV ist bereits erfolgt. Zuvor wurden bereits Vereinbarungen mit A.P. Moller - Maersk, der LEGO Group und Novo Nordisk geschlossen. Zusammen zeigen diese Vereinbarungen die Nachfrage nach E-Methanol in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen.

Die E-Methanol-Anlage in Kassø wurde im Mai 2025 eingeweiht und verfügt über eine Produktionskapazität von 42.000 t/a. Die Anlage befindet sich direkt neben dem 304-MW-Solarpark Kassø und nutzt erneuerbaren Strom sowie biogenes CO₂ zur Herstellung von E-Methanol. Es ist die erste kommerzielle E-Methanol-Produktionsanlage dieser Art und ermöglicht Industriekunden den Zugang zu einer erneuerbaren Alternative zu fossil erzeugtem Methanol. Die Kombination aus erneuerbarem Strom, biogenem CO₂ und Produktion im industriellen Maßstab zeigt, wie Power-to-X die Erzeugung erneuerbarer Energien mit Sektoren verbinden kann, in denen eine direkte Elektrifizierung nur schwer möglich ist.