Vereinbarung mit Partnern für einen Wasserstoff-Korridor

Gasunie will H2-Netze von Niederlande und Deutschland verbinden

Gasunie, Open Grid Europe und Thyssengas haben vor, eine grenzüberschreitende Wasserstoff-Verbindung zwischen den Niederlanden und Deutschland zu entwickeln. Es sollen soweit möglich bestehende Erdgasleitungen umfunktioniert werden.

1 min
Gruppe von Personen präsentiert unterzeichnete Dokumente auf einem Pult in Industriehalle
Die erste Phase konzentriert sich darauf, die Rhein-Ruhr-Region anzubinden.

Der Grenzpunkt Zevenaar-Elten ist die strategische Verbindung, die die deutsche Industrie und den Chemiesektor mit den Wasserstoffproduktions-, -speicher- und -importanlagen in den Niederlanden verbindet. Gemäß der Vereinbarung von Gasunie und den deutschen Fernleitungsnetz-Betreibern Open Grid Europe und Thyssengas soll sich die erste Phase darauf konzentrieren, die Rhein-Ruhr-Region anzubinden, gefolgt vom Anbinden südlicher Standorte wie Ludwigshafen. Der Delta-Rhein-Korridor spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle und bildet die niederländische Route zwischen dem Hafen von Rotterdam und dem deutschen Hinterland.

Mitte Mai 2026 hat der niederländische König symbolisch den ersten fertiggestellten Leitungsabschnitt des niederländischen Wasserstoff-Netzes im Rotterdamer Hafen eingeweiht. Es handelt sich um eine 32 km lange Leitung, die die Maasvlakte mit dem Ort Pernis südwestlich von Rotterdam verbindet. Das nationale Wasserstoffnetz soll nach seiner Fertigstellung eine Länge von rund 1.200 km haben und weitgehend bestehende Erdgasleitungen nutzen.

Mit der Fertigstellung dieses ersten Abschnitts kann nun Wasserstoff von den Produktionsstandorten in der Maasvlakte zu den industriellen Abnehmern transportiert werden. Da der Hafen von Rotterdam als europäischer Energieknotenpunkt fungiert und die strategische Verbindung über den Delta-Rhein-Korridor besteht, können Wasserstoff und CO2 zwischen den Niederlanden und Deutschland transportiert werden. In den kommenden Jahren wird das Netz weiter ausgebaut, um die großen Industrieregionen in den Niederlanden sowie Speicheranlagen und Netze in Deutschland und Belgien miteinander zu verbinden.