Materialeigenschaften direkt in Batteriezellen prüfen

Lanxess nimmt LFP-Batterielabor in Krefeld in Betrieb

Am Standort Krefeld-Uerdingen hat Lanxess ein Batterielabor in Betrieb genommen. Dort testet und entwickelt das Unternehmen Batteriematerialien auf Basis von Eisenoxid und Eisenphosphat.

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Techniker arbeitet an einer geöffneten Steuerkonsole mit Kabeln und Anzeigen in einer Industrieanlage.
Im Batterielabor lässt sich der Einfluss von Eisenoxid- und Eisenphosphat-Qualitäten in LFP-Materialien direkt in Batteriezellen prüfen.

Im Labor kann Lanxess die Materialeigenschaften seiner Produkte direkt in Batteriezellen prüfen. So kann das Unternehmen mit seinen Kunden schneller bewerten, wie sich Eisenoxid- und Eisenphosphat-Qualitäten auf Zellleistung, Prozessierbarkeit und Anwendungseignung auswirken. Die technische Ausstattung des Labors ist auch für andere Batterietypen geeignet, etwa für Natrium-Ionen-Batterien, bei denen Natrium-Eisen-Pyrophosphat als Kathodenmaterial eingesetzt wird.

Der Markt für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) wächst weltweit mit hoher Dynamik. In China sind bereits in über drei Viertel aller E-Autos LFP-Akkus verbaut, für Europa rechnet die Unternehmensberatung Roland Berger bis 2030 mit einem Marktanteil von 50 % gegenüber 10 % heute.

Neben Elektrofahrzeugen treiben insbesondere stationäre Energiespeicher für erneuerbare Energien, Rechenzentren und kritische Infrastrukturen die Nachfrage nach LFP-Materialien. Zugleich entstehen in Europa und Nordamerika neue Wertschöpfungsketten, um die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu verringern.