Update: Umbau eines Tanklagers im Hamburger Hafen ab Mitte 2025

MB Energy will ein Ammoniak-Terminal in Hamburg bauen

MB Energy hat von der zuständigen Hamburger Behörde eine Genehmigung erhalten, ein Ammoniak-Importterminal im Hamburger Hafen zu bauen – vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung. Das Energieunternehmen plant, das Terminal auf seinem bestehenden Tanklager „Blumensand“ zu errichten.

Mabanaft hat die Genehmigungsunterlagen für den Bau eines Ammoniak-Importterminals in Hamburg bei der zuständigen Behörde eingereicht. Das Energieunternehmen plant, das Terminal auf seinem bestehenden Tanklager „Blumensand“ zu errichten.
Das bestehende Tanklager soll in Teilen für den Import von Ammoniak umgerüstet werden.
Drei Personen zeigen ein großes Dokument auf einer repräsentativen Steintreppe.
Die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (Bukea) hat MB Energy die Genehmigung für Bau und Betrieb des Ammoniak-Terminals erteilt.

Update vom 16.04.2026: MB Energy plant, das Terminal auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand zu errichten, dem größten Tanklager im Hamburger Hafen. Das Terminal ist ein zentraler Teil des Projekts New Energy Gate, zu dem auch der Umschlag von Methanol am gleichen Standort gehört.
Das Energieunternehmen hat vor, einen neuen Tank zum Zwischenlagern des importierten Ammoniaks zu errichten und die bestehende Anlegestelle für Binnen- und Seeschiffe für den Import des Energieträgers zu ertüchtigen. Verlademöglichkeiten für Eisenbahn-Kesselwagen sind ebenfalls in Planung. Darüber hinaus gibt es potenzielle Pläne für eine Einspeiseanlage in eine Cracker-Anlage, die noch separat entwickelt werden muss, in der das Ammoniak in Wasserstoff aufgespalten und in das künftige Wasserstoffnetz eingespeist werden könnte. Die geplante Umschlagsmenge soll bei ca. 600.000 t/a Ammoniak liegen.

Das Terminal soll so konzipiert sein, dass es auch kohlenstoffärmeres und erneuerbares Ammoniak verarbeiten kann, vorbehaltlich der technischen Möglichkeiten, der Marktverfügbarkeit und der geltenden regulatorischen Anforderungen.

Update vom 23.01.2025: Nicht nur Ammoniak will Mabanaft in Tanks am Hamburger Hafen lagern: Ab Mitte 2025 plant das Energieunternehmen, auch Tanks für die Methanollagerung umzurüsten sodass diese ab 2027 beginnen kann. Das Energieunternehmen beabsichtigt, das Methanol selbst zu importieren und in Deutschland und möglicherweise an weiteren Standorten zu lagern und zu vertreiben. Voraussetzung für das Projekt ist der erfolgreiche Abschluss eines Genehmigungsverfahrens bei der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Landwirtschaft (Bukea).

Die vier umzubauenden Tanks haben ein Fassungsvermögen von insgesamt rund 20.000 m3. Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen soll der Umbau in zwei Schritten erfolgen: bei den ersten beiden Tanks bis Mitte 2026, bei den anderen beiden Tanks bis 2027.

Vor allem in Europa unterstützt das Energieunternehmen Kreuzfahrt-Reedereien und andere Akteure der Schifffahrt, Methanol zu nutzen. Neben der Schifffahrt plant es, Methanol auch in anderen Bereichen der Transportindustrie, zum Beispiel als Benzinzusatz, sowie in der chemischen Industrie anzubieten.

Ursprüngliche Meldung: Mabanaft sieht als Baumaßnahme vor, das bestehende Tanklager im Hamburger Hafen mit dem Namen Blumensand umzubauen, um dort künftig Ammoniak importieren, lagern und verarbeiten zu können. Dafür müsste das Energieunternehmen zwei große Mineralöltanks abreißen. Das Tanklager Blumensand ist im Besitz der Tanklagersparte des Energieunternehmens. Den Bau des Terminals hatte das Unternehmen bereits im November 2022 in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck und dem Ersten Bürgermeister Hamburgs Dr. Peter Tschentscher angekündigt.

Neben dem Umbau der Anlegestellen und dem Abriss der Mineralöltanks müsste das Energieunternehmen bis zur planmäßigen Inbetriebnahme 2027, einen neuen Tank bauen, um das Ammoniak zu lagern sowie Rohrleitungen installieren, um das Ammoniak von der Anlegestelle zum Ammoniaklagertank zu transportieren. Für all diese Baumaßnahmen rechnet das Energieunternehmen mit einem Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich.