Konsortium aus Secunet, DCSO und Tenzir

Neue Plattform für Cybersecurity „Made in Germany”

Die drei deutschen Cybersicherheitsunternehmen Secunet, DCSO und Tenzir haben ein Konsortium gegründet. Dessen Ziel ist es, einen lokalen Anker für Frühwarnung, Detektion und Abwehr von Cyberangriffen in verteilten Infrastrukturen zu etablieren.

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Cybersecurity ist schon lange ein Thema über das sich Unternehmen jedweder Größe Gedanken machen müssen.

Das Konsortium will ein gemeinsames Angebot auf Basis von Secunet Edge entwickeln, das Organisationen mit besonders hohem Cyberrisiko, darunter Produktionsstandorte und Betreiber kritischer Infrastrukturen (Kritis), wie Versorger oder Gesundheitseinrichtungen adressiert. Diese sind oft dezentral aufgestellt, stecken mitten in Digitalisierungs- und Wachstumsprozessen und sind gleichzeitig lohnende Ziele – auch für staatliche Angreifer. Die gemeinsame Edge-Computing-Lösung ist vollständig „Made in Germany“ und wird somit unter europäischer Datenkontrolle betrieben.

Das gemeinsame Angebot der Partner verbindet drei komplementäre Ebenen: Secunet Edge schafft als Edge-Gateway-Plattform direkt vor Ort eine sichere und physisch kontrollierbare Ausführungsumgebung für verteilte Infrastrukturen. Darauf laufen die Sensorik und Security-Dienste der DCSO sowie die Datenpipelines von Tenzir, ohne umfangreiche lokale IT-Kompetenz vorauszusetzen. Die Edge-Gateway-Plattform dient zudem auch in Angriffssituationen als vertrauenswürdiger Sicherheitsanker vor Ort.

Der gemeinsame Ansatz schafft mit Installationen die Grundlage für taktische Sicherheitslagebilder. Gerade in Umgebungen mit zahlreichen kleineren Einrichtungen wie industriellen Außenstandorten oder dezentrale Versorgungsanlagen, liefert der Ansatz eine Situationsanalyse aus der Fläche und nicht nur aus großen zentralen Einrichtungen.

Warum braucht es solche Edge-Gateway-Plattformen?

Immer mehr Systeme, Datenflüsse und Prozesse befinden sich außerhalb klassischer, zentralisierter Sicherheitsperimeter. Gleichzeitig stehen viele Organisationen unter hohem Druck durch knappe Budgets und fehlende personelle Ressourcen. Hinzu kommt, dass durch KI und Automatisierung Angriffe auf verteilte, oft unzureichend geschützte Infrastrukturen für Angreifer wirtschaftlich attraktiver geworden sind.