1,22 Milliarden US-Dollar für Offshore-Wind-Pachten

RWE schließt Vergleich mit US-Innenministerium zu Offshore-Windprojekten

Die RWE-Tochter RWE U.S. Offshore hat mit dem US-Innenministerium einen Vergleich geschlossen, um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben.

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Installationsschiff montiert eine Offshore-Windkraftanlage im Meer bei bewölktem Himmel.

RWE U.S. Offshore hatte diese Pachten von der US-Regierung mit dem langfristigen Ziel erworben, Offshore-Windkapazitäten in US-Gewässern zu entwickeln, und mehr als eine Milliarde US-Dollar für die Pacht der entsprechenden Gebiete sowie die Entwicklung dieser Projekte aufgewendet. Diese Pachten bildeten die rechtliche Grundlage für die Entwicklung der Offshore-Projekte und standen zugleich für jahrelange Planung, Investitionen und die enge Zusammenarbeit mit Bundesbehörden. Der Energiekonzern teilte nun mit, "nach sorgfältiger Abwägung" festgestellt zu haben, dass für diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben ist.

Der Vergleich erledigt die Rechtsansprüche von RWE U.S. Offshore und sieht Ausgleichszahlungen in Höhe von 1,22 Milliarden US-Dollar vor. Das Unternehmen sieht in dieser Lösung den besten Weg, die Interessen seiner Stakeholder zu wahren und Ressourcen auf Energieprojekte zu konzentrieren, für die eine verlässliche Umsetzungsperspektive besteht. Die Einigung ermögliche es dem Unternehmen, sein Kapital anderweitig einzusetzen, "um wertsteigernde Projekte, die eine zuverlässige und erschwingliche Energieversorgung gewährleisten, schneller voranzutreiben", teilte RWE mit.

Gleichzeitig wollen RWE Americas und verbundene Unternehmen weiterhin in den gesamten USA investieren, um die rasch steigende Energienachfrage zu decken, darunter eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 900 Millionen US-Dollar zum Erwerb einer indirekten Beteiligung von 16 % am Louisiana-LNG-Projekt. Die Mittel von RWE werden für die Finanzierung des Baus des LNG-Terminals verwendet.

Zur Unterstützung des Ausbaus ihres wachsenden Geschäfts im Bereich der flexiblen Stromerzeugung in den USA hat RWE Americas zudem eine Vereinbarung über die Reservierung von Gasturbinenkapazitäten im Wert von 300 Millionen US-Dollar geschlossen. Diese sichert künftig verfügbare Erzeugungskapazitäten, um die steigende Stromnachfrage in den USA zu bedienen. Das Unternehmen entwickelt derzeit eine Projektpipeline von 15 Spitzenlast-Gaskraftwerksprojekten in ausgewählten US-Märkten.

Diese Investitionen sollen laut RWE dazu beitragen, bezahlbare und zuverlässige Energielösungen bereitzustellen und gleichzeitig Arbeitsplätze in den USA zu schaffen, die Stabilität der Stromnetze zu verbessern und die Energiesicherheit zu stärken.

Darüber hinaus plant RWE Americas in den nächsten sechs Jahren rund 17 Mrd. Euro in den USA zu investieren, um ihre Erzeugungskapazität von derzeit rund 13 GW in 27 Bundesstaaten auf 22 GW bis zum Jahr 2031 auszubauen. Allein im Jahr 2025 hat RWE Americas in den Vereinigten Staaten
2 GW an neuer Stromerzeugungskapazität in Betrieb genommen.

Global konzentriert sich der Konzern nach eigenen Angaben weiterhin auf den weltweiten Ausbau seiner Offshore-Aktivitäten. RWE betreibt derzeit 18 Offshore-Windparks, vier witere befinden sich im Bau und weitere Projekte in der Entwicklung. Dazu gehören auch 6,9 GW an gesicherter Kapazität aus der jüngsten Ausschreibungsrunde für Offshore-Wind in Großbritannien.