Technip, Alterra und Neste starten modulare Plattform für chemisches Kunststoffrecycling
Die Unternehmen Technip Energies, Alterra und Neste wollen mit dem gemeinsam gestarteten Angebot "Nerea" Projekte zum chemischen Recycling von Kunststoffabfällen durch Standardisierung und Modularisierung signifikant zu beschleunigen.
Das industrielle Angebot Nerea zielt darauf ab, die Implementierung von Projekten zum chemischen Recycling von Kunststoffabfällen durch Standardisierung und Modularisierung signifikant zu beschleunigen.
Nerea / Technip Energies
Nach Angabe der beteiligten Unternehmen waren Projekte im Bereich des chemischen Recyclings bisher oft durch individuelle Ingenieursleistungen geprägt. Nerea soll den
Übergang zu einem standardisierten Produktmodell markieren. Dieser modulare Ansatz
soll Entsorgungsbetrieben, Projektentwicklern sowie Akteuren der Raffinerie-
und Petrochemiebranche eine bessere Vorhersehbarkeit hinsichtlich Kosten und
Zeitplänen bieten und so die Skalierung der zirkulären Kunststoffproduktion
erleichtern.
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Das Projekt basiert auf einer im November 2024 geschlossenen
Kooperationsvereinbarung und vereint die spezifischen Stärken der drei Partner. Alterra steuert die Technologie zur thermochemischen Verflüssigung bei, die bereits seit über fünf Jahren im kommerziellen Betrieb erprobt ist und reale Kunststoffabfallströme verarbeitet. Neste bringt Expertise im Bereich des chemischen Recyclings und der Rohstoffaufbereitung ein, um minderwertige Abfälle in hochwertige Lösungen zu transformieren. Technip Energies verantwortet das Engineering, die Projektabwicklung sowie die umfassenden Kapazitäten zur Modularisierung.
Lösung für schwer recycelbare Abfälle
Nerea ist darauf ausgelegt, heterogene und schwer
recycelbare Kunststoffe in hochwertige Rohstoffe für die petrochemische
Industrie umzuwandeln. Angesichts einer weltweiten Kunststoffproduktion von
rund 431 Millionen Tonnen im Jahr 2024 und steigendem regulatorischen Druck –
insbesondere in Europa – adressiert die Lösung den wachsenden Bedarf an
zirkulären Rohstoffen. Durch das modulare Design wird die Komplexität der Projekte
reduziert und der Vorinvestitionsaufwand minimiert, was eine schnelle
Bereitstellung in verschiedenen industriellen Umgebungen ermöglicht. Ziel der
Partner ist es, Barrieren für das chemische Recycling abzubauen und einen
skalierbaren Pfad für die Transformation von Kunststoffabfällen in wertvolle
Ressourcen zu schaffen.