Photochemische Abwasser-Aufbereitung

Oxyle zeigt Praxistauglichkeit von PFAS-Zerstörung in Abwasser

Das Schweizer Cleantech-Unternehmen Oxyle hat seine PFAS-Zerstörungslösung erfolgreich bei einem Industriekunden vor Ort demonstriert. In dem Pilotprojekt validierte das Unternehmen den Abbau und die Defluorierung einer kurzkettigen PFAS-Verbindung.

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Techniker prüft Anlagen in einem Raum mit großen Pumpen, Rohren und technischen Geräten.
Oxyle hat seine PFAS-Zerstörungslösung bei einem Industriekunden vor Ort validiert und damit die Praxistauglichkeit der Technologie für den großtechnischen Einsatz belegt.

Der Nachweis permanenter Zerstörung unter realen Industriebedingungen belegt Oxyle zufolge, dass auch schwer behandelbare ultrakurzkettige PFAS im industriellen Maßstab effektiv abgebaut werden können. Neben der Validierung der Behandlungsleistung lieferte das Pilotprojekt die verfahrenstechnischen und betrieblichen Erkenntnisse, die für den großtechnischen Einsatz und eine breitere Markteinführung erforderlich sind.

Der Pilot untersuchte zwei Abwasserströme, die dieselbe ultrakurzkettige C3-PFAS-Verbindung enthielten, sich jedoch deutlich in Matrixzusammensetzung und Schadstoffkonzentration unterschieden. Die unternehmenseigene Oxlight-Technologie wurde dabei jeweils mit einem auf die spezifische Matrix abgestimmten Prozessdesign eingesetzt. In einem anorganisch belasteten Abwasserstrom mit einem PFAS-Gehalt von rund 20–25 ppm erzielte das System einen Abbau von mehr als 99 Prozent; in einem organisch belasteten Strom mit PFAS-Konzentrationen von rund 70 ppm wurden mehr als 97 Prozent Abbau erreicht. Fluoridfreisetzungsmessungen bestätigten zudem die Spaltung der Kohlenstoff-Fluor-Bindung – und lieferten damit den Nachweis einer permanenten PFAS-Zerstörung.

Technologie zur PFAS-Zerstörung vor Ort

Oxlight ist die firmeneigene Zerstörungstechnologie von Oxyle. Sie kombiniert UV-Licht mit Mediatorchemikalien, um PFAS-Verbindungen direkt am Entstehungsort abzubauen, und stellt damit eine Alternative zu Adsorptions- und Filtrationsverfahren dar, bei denen PFAS lediglich in verbrauchten Medien oder sekundären Abfallströmen konzentriert werden. Die Technologie bildet die zentrale Abbaustufe innerhalb der modularen Zerstörungssysteme des Anbieters. Ergänzende Prozessstufen können je nach standortspezifischer Wasserchemie, PFAS-Profil, Einleitungsanforderungen und Behandlungszielen flexibel hinzugefügt werden.

Vor-Ort-Validierung für großtechnischen Einsatz

Der Pilot lieferte neben dem Leistungsnachweis auch die verfahrenstechnischen und betrieblichen Daten, die für die Auslegung eines Full-Scale-Prozesses mit einem Abbauziel von 99,9 % erforderlich sind. Das Projekt ermöglichte Einblicke in Prozessstabilität, Auslegungsparameter, Betriebsbedingungen und Wirtschaftlichkeit unter realen industriellen Bedingungen. Die Ergebnisse insgesamt stärken die Basis für den kommerziellen Einsatz der Lösungen in einem breiten Spektrum industrieller Abwasseranwendungen. Dr. Fajer Mushtaq, Mitgründerin und CEO von Oxyle, erklärt: „Ultrakurzkettige PFAS zählen zu den persistentesten und in der Wasseraufbereitung am schwierigsten zu behandelnden Schadstoffen. Die Pilotergebnisse belegen sowohl den erfolgreichen Abbau dieser Verbindungen als auch die Anpassungsfähigkeit unserer Lösung an die komplexen Abwasserbedingungen, mit denen Kunden in der Praxis konfrontiert sind. Der entstandene Datensatz bildet die empirische Grundlage für die Auslegung einer großtechnischen Anlage mit einem Behandlungsziel von mehr als 99,9 Prozent."