Umwandeln von Kunststoffabfällen

BioBTX baut Anlage für erneuerbare Aromaten in Delfzijl

BioBTX hat die endgültige Investitionsentscheidung getroffen, um eine Produktionsanlage für erneuerbare Aromaten zu bauen. Als Standort der Anlage, die Kunststoffabfälle als Rohstoff nutzt, ist das niederländische Delfzijl vorgesehen.

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Arbeiter in einer Industrieanlage neben isolierten Rohren und technischen Anlagen.
Das Erreichen dieses Meilensteins markiert den Abschluss eines 14-jährigen Prozesses, der von der ersten Idee im Jahr 2012 über Labor- und Pilotphasen bis hin zur kommerziellen Umsetzung reicht.

Das niederländische Unternehmen BioBTX hat vor, die weltweit erste Anlage für erneuerbare Chemikalien mit der unternehmenseigenen Integrated Cascading Catalytic Pyrolysis (ICCP) zu finanzieren. Die Anlage mit dem Namen Petra soll im Chemiepark Delfzijl entstehen und jährlich rund 10.000 t erneuerbares Aromatenöl, bestehend aus Benzol, Toluol und Xylol, sowie 8.000 t nachhaltige Nebenprodukte aus Kunststoffabfällen produzieren. Aromaten sind unter anderem Bausteine für Pharmazeutika, Beschichtungen, Kunststoffe und Hochleistungswerkstoffe. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese sogenannten „Drop-in“-Chemikalienbausteine die Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 80 % über den gesamten Lebenszyklus hinweg reduzieren.

Nach Erteilung der Genehmigungen sowie Abschluss der Verträge für Engineering und Finanzierung geht das Projekt nun in die Umsetzungsphase über. Die wichtigsten Ausrüstungslieferanten, Auftragnehmer und Partner wurden bereits ausgewählt, und die Fertigung der Module für die Prozessanlagen hat begonnen. Der Bau vor Ort startet Anfang 2027; die Inbetriebnahme der Anlage ist für Mitte 2028 geplant.

Während sich diese erste Anlage auf gemischte Kunststoffabfälle konzentriert, ist die ICCP-Technologie flexibel hinsichtlich der Einsatzstoffe und bietet das Potenzial, künftig auch andere Quellen wie Biomasse zu nutzen.