Projekt Greensand mit Harbour Energy und dem dänischen Nordseefonds

Ineos eröffnet CO2-Speicher im industriellen Maßstab in Dänemark

Ineos Energy, Harbour Energy und der dänische Nordseefonds haben im Hafen von Esbjerg in Dänemark eine vollständige Wertschöpfungskette für Carbon Capture and Storage aufgenommen. In der ersten kommerziellen Phase von Projekt Greensand sollen bis zu 400.000 t/a CO2 in der dänischen Nordsee gespeichert werden.

Frachtschiff an einem Industriehafen mit großen Rohrstapeln und Kränen am Ufer.
Das erste speziell für den CO₂-Transport gebaute Schiff der EU: Carbon Destroyer 1.

Ineos hat vor, das einzuspeichernde CO2 zunächst überwiegend aus dänischen Biomethananlagen zu beziehen. Dadurch kann die vollständige CCS-Wertschöpfungskette mit unmittelbar verfügbaren CO2-Mengen aufgebaut und betrieben werden, während Abscheidungsprojekte in der Industrie weiterentwickelt und skaliert werden. Der Standort ist für den Ausbau ausgelegt und bietet das Potenzial, bei wachsender Nachfrage zwischen 4 und 8 Mio. t/a CO2 zu speichern.

Nach dem Abscheiden wird das CO2 verflüssigt, per Lkw zu einem speziellen CO2-Terminal im Hafen von Esbjerg transportiert, an Bord der Carbon Destroyer 1 – dem ersten speziell für den CO2-Transport gebauten Schiff der EU – verschifft und in das Nini-West-Reservoir injiziert. Dabei handelt es sich um ein ausgefördertes Ölfeld rund 250 km vor der Küste Dänemarks und etwa 1.800 m unter dem Meeresboden.

Mit der Eröffnung am 18. September nimmt die dauerhafte CO2-Speicherung im industriellen Maßstab in der EU den Betrieb auf. Die nächste Frage ist, wie schnell die EU die regulatorischen, infrastrukturellen und investitionsbezogenen Rahmenbedingungen schafft, die es industriellen Emittenten ermöglichen, CO2 in großem Maßstab abzuscheiden.