Evonik eröffnet Technologiezentrum für Anionenaustauschmembranen in Schanghai
Die Innovation Factory von Evonik hat ein Technologiezentrum für Anionenaustauschmembranen eröffnet, um ihre Membranen unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Das Projekt soll Kooperationen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette stärken.
Carsten Paul
Das Evonik AEM Center Shanghai ist die erste Einrichtung des Unternehmens dieser Art in der Region. Sein Ziel soll sein, die Integration der hochleistungsfähigen Duraion-Membranen unter realen Betriebsbedingungen zu testen und zu optimieren. Hergestellt werden die Membranen im industriellen Maßstab in Marl. Das neue Zentrum soll sicherstellen, dass die Membranen auch den spezifischen Anforderungen der lokalen Kunden in Asien entsprechen.
Die Anionenaustauschmembran-Elektrolyse ist ein Verfahren, mit dem aus Wasser grüner Wasserstoff erzeugt werden kann. Im Vergleich zu anderen Lösungen zur Wasserstoffelektrolyse bietet sie große Flexibilität auch bei schwankender Stromversorgung und hat aufgrund der Verwendung kostengünstigerer Materialien geringere Investitionskosten. Evonik verfügt über eine langjährige Expertise in Polymerchemie, Membrantechnologie und elektrochemischen Materialien. Die spezialisierten Labore des AEM-Zentrums verfügen daher über Testkapazitäten für die Elektrolyse im Demonstrationsmaßstab. Dazu gehören moderne Elektrolyseur-Prüfstände zur Bewertung der Leistung und Langzeitbeständigkeit der Membranen unter realen Betriebsbedingungen. Insgesamt werden diese Einrichtungen den gesamten Validierungsprozess unterstützen – von Einzelzelltests bis hin zu Systemen im Demonstrationsmaßstab – und letztlich die industrielle Anwendung von Membranen in der AEM-Elektrolyse ermöglichen.
„Mit der Gründung des Evonik AEM Center Shanghai stärken wir unsere Fähigkeit, den schnell wachsenden Markt für Wasserstoffanwendungen in China – und darüber hinaus – zu bedienen, erheblich“, sagt Jack Zhang, Vice President und General Manager Asia Pacific in der Business Line High Performance Polymers. „Die Nähe zu Kunden und Partnern ermöglicht es uns, unsere AEM-Technologie besser auf die Marktbedürfnisse abzustimmen, die Einführung zu beschleunigen und Wasserstofflösungen für die weltweite Kommerzialisierung zu skalieren.“ Der Standort soll zudem als Kooperationszentrum dienen, in dem die lokalen Experten der Innovation Factory und regionale Partner gemeinsam an der Bewältigung technologischer Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der AEM-Elektrolyse arbeiten können.
„Das AEM-Zentrum spielt eine Schlüsselrolle bei der weiteren Entwicklung unserer AEM-Technologie“, sagt Ryan Liu, Forschungsleiter für die Region Greater China. „Es wird schnellere Entwicklungszyklen für Duraion-Membranen ermöglichen und zudem ein tieferes Verständnis von AEM-basierten Elektrolysesystemen als Ganzes vermitteln.“