Intelligente Fabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure

Siemens will Geräteproduktionsstandort in Amberg erneuern

Siemens plant, rund 200 Mio. Euro in einen Neubau am Standort Amberg zu investieren, wo derzeit unter anderem Industriesteuerungen produziert werden. Es soll eine von künstlicher Intelligenz mitgesteuerte Fabrik entstehen.

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Siemens plant, rund 200 Mio. Euro in einen Neubau am Standort Amberg zu investieren, wo derzeit unter anderem Industriesteuerungen produziert werden. Es soll eine von künstlicher Intelligenz mitgesteuerte Fabrik entstehen.
Neben dem Neubau ist auch die Modernisierung und Dekarbonisierung des restlichen Standorts geplant.

In der geplanten Fabrik in Amberg, die 2030 fertig werden soll, will Siemens eine selbstlernende, autonome und hochflexible Produktion aufbauen, die von künstlicher Intelligenz mitgesteuert wird. Bereits beim Planen des Neubaus hat der Konzern vor, seine Digitale Zwillings-Technologie einzusetzen, mit der sich das komplette Werk – inklusive Produktion, Maschinen und Logistik – vorab und in verschiedenen Szenarien simulieren lässt. Dabei soll auch der sogenannte „Digital Twin Composer“ zum Einsatz kommen, der die verschiedenen digitalen Zwillinge zusammenführt.

In der künftigen Fertigung plant der Konzern, die KI ständig mit Echtzeitdaten zu speisen, um Auftragsplanung, -realisierung sowie Materialtransport und Anlagensteuerung bestmöglich aufeinander abzustimmen und laufend zu verbessern. Darüber hinaus soll das neue Gebäude über eine vollautomatisierte Logistik verfügen, mit fahrerlosen Transportsystemen und humanoider Robotik. Ein Reinraum für die Elektronikproduktion ist ebenfalls angedacht.

Aktuell produziert und entwickelt der Konzern in Amberg Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte für industrielle Anwendungen sowie Industriesteuerungen im Werk des Geschäftsbereich Digital Industries.