Senken von Nox-Emissionen

Thyssenkrupp Uhde rüstet Salpetersäureanlagen von CSBP in Australien aus

Thyssenkrupp Uhde liefert seine Envinox-Technologie für zwei weitere Salpetersäureanlagen des Chemie- und Düngemittelunternehmens CSBP am Standort Kwinana in Westaustralien. Damit sollen dessen Stickoxid-Emissionen deutlich sinken.

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KI-generiertes Symbolbild; Industrielle Chemieanlage mit hohen Metalltürmen und vielen Rohrleitungen

Mit dem neuen Auftrag sollen künftig alle drei Salpetersäureproduktionsanlagen des Standorts mit der Technologie zur Minderung von NOx- und Lachgasemissionen ausgestattet sein. Vorausgegangen war die Installation und Inbetriebnahme des Systems in der Salpetersäure-Ammoniumnitrat-Anlage NAAN3 im Jahr 2025. Dort senkt das Envinox-System laut Unternehmen die Lachgasemissionen um mehr als 98 Prozent auf eine Austrittskonzentration von weniger als 1 ppmv. Zum Einsatz kommt ein weiterentwickelter Envinox-Katalysator, der von BASF als Partner von Thyssenkrupp Uhde produziert wird. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme in der neuesten Anlage NAAN3 unterzeichneten die beiden Unternehmen nun auch Verträge für die Nachrüstung von NAAN1 und NAAN2.

Bei der Envinox-Technologie handelt es sich um eine tertiäre Abgasreinigungslösung, die im Abgassystem von Salpetersäureanlagen installiert wird. Laut Thyssenkrupp Uhde ist die Technologie modular ausgelegt und kann an unterschiedliche Anlagenkonfigurationen und Kapazitäten angepasst werden. Das Unternehmen verweist auf mehr als 60 installierte Systeme in verschiedenen Industriebereichen.

Lachgas gilt als besonders klimawirksames Treibhausgas. Nach Unternehmensangaben entspricht sein Treibhauspotenzial dem mehr als 270-Fachen von Kohlendioxid. Die geplanten Maßnahmen in den Anlagen NAAN1 und NAAN2 sollen die Emissionen zusammen um mehr als 60.000 t/a CO2-Äquivalente senken. Damit sollen sie zur Erreichung des Ziels von WesCEF beitragen, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 gegenüber 2020 um 30 Prozent zu reduzieren.