Spanien und Indien im Fokus
Hzwo stärkt internationale Wasserstoffkooperationen
Der Hzwo e. V. baut seine internationalen Aktivitäten im Bereich Wasserstofftechnologien weiter aus und stärkt damit die Position Mitteldeutschlands als vernetzter Innovationsstandort der europäischen Wasserstoffwirtschaft.
Prof. Dr.-Ing. Thomas von Unwerth, Vorstandsvorsitzender von Hzwo, und Dr. Vishnu Budama, CEO des Pune Hydrogen Valley, unterzeichneten während des Delegationsbesuchs ein Memorandum of Understanding zur Vertiefung der Zusammenarbeit ihrer Wasserstoffökosysteme.
Benjamin Mattern
Im Fokus stehen aktuell neue Kooperationen in Spanien und Indien sowie die internationale Vernetzung im Rahmen der erstmals erweiterten Hzwo Days.
Spanien entwickelt sich zum strategischen Wasserstoffmarkt Europas
Im Rahmen der European Hydrogen Energy Conference (EHEC)
2026 in Sevilla war Hzwo gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH
als Bronze-Sponsor vertreten. Die Konferenz gilt als eine der wichtigsten
europäischen Plattformen für die Wasserstoffwirtschaft und brachte Akteure aus
Industrie, Forschung und Politik zusammen. Die Gespräche vor Ort zeigten deutlich: Spanien entwickelt
sich zunehmend zu einem zentralen Standort für erneuerbaren Wasserstoff in
Europa. Große Infrastrukturprojekte, günstige Bedingungen für erneuerbare
Energien sowie ambitionierte industriepolitische Ziele schaffen erhebliche
Potenziale für die europäische Wasserstoffwirtschaft.
Besonders wertvoll war für Hzwo der Austausch mit Jorge
Paradela, Minister für Industrie, Energie und Bergbau der Junta de Andalucía,
sowie Jordi Garcia Brustenga, Staatssekretär für Industrie der spanischen
Regierung. Die Gespräche verdeutlichten das große Interesse an einer engeren Zusammenarbeit
mit deutschen Wasserstoffregionen. Für Hzwo bestätigt sich damit die strategische Bedeutung
europäischer Kooperationen. Der Aufbau einer leistungsfähigen
Wasserstoffwirtschaft kann nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Regionen,
Unternehmen und Forschungseinrichtungen gelingen. Auch bei der EHEC 2028 wird Hzwo
wieder vor Ort sein.
Deutsch-indische Wasserstoffpartnerschaft gewinnt an Dynamik
Neben den europäischen Aktivitäten erschließt Hzwo auch
internationale Wachstumsmärkte außerhalb Europas. Anfang 2026 reiste eine
Delegation des Hzwo-Netzwerks im Rahmen des Projekts „Hzwo: INDIA-Start“ nach
Pune in Indien, um neue Partnerschaften im Bereich Wasserstofftechnologien
aufzubauen. Ziel der Reise war die Vernetzung mit dem Pune Hydrogen
Valley Innovation Cluster sowie die Identifikation konkreter
Kooperationsmöglichkeiten entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette.
Vertreter aus Forschung und Industrie diskutierten gemeinsame Innovations- und
Demonstrationsprojekte, europäische Fördermöglichkeiten sowie technologische
Lösungen für Mobilität, Industrie und nachhaltige Kraftstoffe. Die Gespräche machten deutlich, dass sowohl auf deutscher
als auch auf indischer Seite ein großes Interesse an langfristiger
Zusammenarbeit besteht. Mit dem Gegenbesuch einer indischen Delegation in
Chemnitz wird der Austausch bereits weiter vertieft.
Internationale Vernetzung bei den neuen Hzwo Days
Ein weiterer Meilenstein der internationalen Aktivitäten
sind die neuen Hzwo Days, die am 09. Und 10. Juni 2026 in Chemnitz stattfinden,
die künftig als zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und
Wissenstransfer rund um Wasserstofftechnologien dienen. An zwei
aufeinanderfolgenden Veranstaltungstagen bündelt das Branchentreffen
Fachwissen, Praxisbeispiele, strategischen Austausch und Networking.
Der erste Veranstaltungstag steht im Zeichen des
HIC-Projektkolloquiums. Im Mittelpunkt stehen laufende Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten des Hzwo-Netzwerks sowie europäische
Wasserstofftechnologiezentren mit ihren Spezialisierungen und Angeboten.
Ergänzt wird das Programm durch das traditionelle Hzwo-Sommerfest unter dem
Motto „10 Jahre Hzwo“.
Am zweiten Veranstaltungstag folgt der Kongress der
Wasserstofftechnologien des nationalen Transformationshubs cH2ance. Im Fokus
stehen sektorübergreifende Wasserstoffanwendungen und konkrete
Wertschöpfungspotenziale für produzierende Unternehmen – insbesondere auch für
Akteure mit bisher wenigen Berührungspunkten zur Wasserstoffwirtschaft. Begleitend
findet an beiden Tagen eine Fachausstellung statt, die Unternehmen,
Forschungseinrichtungen und Partnern eine Plattform zur Präsentation ihrer
Lösungen, Projekte und Kompetenzen bietet.