Bis zu 30 % geringerer CO2-Fußabdruck
Uhde baut emissionsarme Polyesteranlage in der Türkei
Die Thyssenkrupp Uhde-Tochter Uhde Inventa-Fischer liefert dem türkischen Verpackungshersteller Köksan eine PET-Produktionsanlage mit einer Kapazität von 324.000 t/a PET-Granulat für Verpackungsanwendungen und die Herstellung von Bulk Continuous Filament.
Uhde Inventa-Fischer hat mit dem türkischen Verpackungshersteller KÖKSAN einen Vertrag über die Lieferung einer PET-Produktionsanlage unterzeichnet.
Thyssenkrupp Uhde / Köksan
Die Anlage wird in Yumurtalık, Türkei, errichtet. Fertigstellung
und Inbetriebnahme sind für 2028 geplant. Die Anlage soll das Melt-To-Resin-(MTR-)Verfahren
von Uhde Inventa-Fischer nutzen, das einen erheblich reduzierten
Energieverbrauch ermöglicht. Der Leistungsumfang umfasst die Lizenz, das Basic-
und Detail-Engineering sowie die Lieferung aller wesentlichen Anlagenteile.
Darüber hinaus wird das Betriebspersonal von Köksan von den Technologie- und
Betriebsspezialisten von Thyssenkrupp Uhde geschult.
Köksan PET Packaging Industry ist einer der führenden
PET-Hersteller mit einem breiten Produktspektrum. Innerhalb von 5 Jahren strebt
das Unternehmen die Produktion von 3 Mio. Tonnen PET-Chips und 2 Mio. Tonnen
PTA an und plant, in Zukunft in verschiedenen Ländern rPET und Virgin-PET
herzustellen. Die verschiedenen produzierten PET-Granulate werden sowohl an
lokale Märkte als auch in Länder im Nahen Osten, in Amerika, Europa und Afrika
geliefert. Mit dieser Investition will der Verpackungshersteller seine
Marktposition weiter stärken.
Das von Thyssenkrupp Uhde entwickelte MTR-Verfahren ist ein
kontinuierliches Polykondensationsverfahren, das die
Festphasen-Nachkondensationsschritte bei der Herstellung von PET-Granulaten
überflüssig macht. Dies führt laut Anbieter zu erheblichen Energieeinsparungen,
reduzierten Investitionskosten, niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten sowie
einer höheren Rohstoffausbeute im Vergleich zu herkömmlichen Technologien. Die Technologie
erfüllt demnach die heutigen Anforderungen an Nachhaltigkeit, indem sie den
CO2-Fußabdruck in Bezug auf Brennstoff und elektrische Energie um bis zu 30
Prozent reduziert.