VDMA-Exportbilanz für 2025
Exporte von Wasser- und Abwassertechnik auf Rekordniveau
Deutschland ist seit vielen Jahren eines der wichtigsten Lieferländer für effiziente Wasser- und Abwassertechnik. Anlässlich des Weltwassertags bilanziert der VDMA, dass diese Technik im Jahr 2025 weltweit so stark nachgefragt war wie nie zuvor.
KI-generiert mit ChatGPT / OpenAI
In einem Jahr, in dem Verwerfungen in der internationalen
Handelspolitik, militärische Auseinandersetzungen, geringfügiges
Wirtschaftswachstum und Investitionszurückhaltung in Deutschland zu politischen
und wirtschaftlichen Unsicherheiten für Wirtschaftsakteure führten, ist es den Herstellern
von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland gelungen, die internationalen
Märkte überwiegend erfolgreich zu bearbeiten und damit das Vorjahresniveau
sowie das bisherige Rekordniveau der Exporte aus dem Jahr 2023 deutlich zu
überbieten. Dies berichtet der VDMA Fachverband Verfahrenstechnische Maschinen und
Apparate anlässlich des Weltwassertags am 22. März.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausfuhren der Branche im
Jahr 2025 um 5,6 Prozent auf einen Warenwert von 1.368 Mio. Euro. Damit
entwickelten sich die Ausfuhren dieses verfahrenstechnischen Teilbereichs auch
positiver als die Ausfuhren des gesamten Maschinenbaus (minus 1,8 Prozent) oder
der gesamten deutschen Wirtschaft (plus 1,0 Prozent).
EU-27 als Absatzregion immer
wichtiger
Bezüglich der Entwicklung einzelner Absatzregionen bietet
der Blick in die Statistik ein heterogenes Bild. Immer wichtiger als Absatzregion
wird die EU-27. Hier stieg das Exportvolumen der heimischen Hersteller um 8,2
Prozent auf 694 Millionen Euro. Damit wurden mehr als 50 Prozent aller Exporte
von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland in die anderen EU-Staaten
ausgeführt.
Die deutlichsten positiven Veränderungen gab es in den vergleichsweise
kleineren Absatzregionen Südostasien (plus 53,0 Prozent), Nordafrika (plus 45,3
Prozent) und Naher/Mittlerer Osten (plus 29,6 Prozent). Für die ebenfalls wichtige Abnehmerregion Nordamerika steht
eine deutlich negative Veränderungsrate zu Buche. Der Rückgang der Lieferungen
um 19,8 Prozent ist ausschließlich auf das schwierige Marktumfeld im
US-amerikanischen Markt zurückzuführen (minus 24,7 Prozent).
Verschiebungen bei den zehn
wichtigsten Exportmärkten
Von den zehn wichtigsten Einzelmärkten für Wasser- und
Abwassertechnik aus Deutschland entwickelten sich 2024 die Ausfuhren in acht
Märkte positiv und in zwei Märkte (USA, Vereinigtes Königreich) negativ. Nicht
mehr unter den Top 10 ist China – 2020 noch der wichtigste Markt – nach einem
weiteren Rückgang der Lieferungen.
Mit dem Rückgang der Lieferungen in die USA verändert sich
auch die Rangfolge der fünf wichtigsten Exportmärkte. Mittlerweile führt erneut
Frankreich die Rangfolge an. Wasser- und Abwassertechnik im Wert von 99
Millionen Euro wurden 2025 aus Deutschland nach Frankreich geliefert. Es folgen
die USA mit 86 Millionen Euro, die Niederlande (83 Millionen Euro), Polen (82
Millionen Euro) und Italien (74 Millionen Euro). Den prozentual höchsten
Zuwachs der Ausfuhren aus Deutschland in die zehn wichtigsten Märkte
verzeichnete Polen mit plus 29,5 Prozent.