Nutzen einer Dampfheizung für Wasserstoffproduktion im Pilotmaßstab

Mitsubishi Heavy Industries nutzt Dampf für Ammoniakcracker

Mitsubishi Heavy Industries arbeitet an einem Ammoniakcracker, der ohne einen Verbrennungsofen auskommt. Nun hat der Konzern Dampf als Wärmequelle genutzt, um 99 % reinen Wasserstoff durch Spalten von Ammoniak herzustellen.

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Mitsubishi Heavy Industries (MHI) arbeitet an einem Ammoniakcracker, der ohne einen Verbrennungsofen auskommt. Nun hat der Konzern Dampf als Wärmequelle genutzt, um 99 % reinen Wasserstoff durch Spalten von Ammoniak herzustellen.
Das Ammoniakcracking-System des Konzerns.

Mitsubishi Heavy Industries hat die Wasserstoffproduktion im Pilotmaßstab unter Verwenden einer Dampfheizung in einer unternehmenseigenen Pilotanlage im Nagasaki District Research & Innovation Center im japanischen Nagasaki durchgeführt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Technologien, die die Wärme eines Verbrennungsofens nutzen, arbeitet das Dampfheizsystem des Konzerns bei niedrigeren Reaktionstemperaturen, wodurch die Betriebskosten niedriger sind. Da kein Verbrennungsofen erforderlich ist, ist das System darüber hinaus einfacher zu miniaturisieren.

Der Konzern hat vor, eine Wasserstoff-Versorgungskette aufzubauen, indem er Ammoniak als Wasserstoffträger nutzt. Dafür will er auf den Ergebnissen der Pilotanlage in Nagasaki aufbauen und mittelgroße, dezentrale Ammoniak-Spaltungssysteme in der Nähe von Wasserstoff-Verbrauchsorten entwickeln.