Alternative Wasserquelle für Kühlsysteme

Teijin Aramid senkt Trinkwasserverbrauch am Standort Delfzijl um 80 %

Teijin Aramid nutzt im Chemiepark Delfzijl in den Niederlanden seit Januar 2026 Industrie- statt Trinkwasser für seine Kühlsysteme. Der Fasernhersteller spart auf diese Weise voraussichtlich 80 % seines jährlichen Trinkwasserverbrauchs ein.

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Hell beleuchtete Chemieparkanlagen bei Nacht
Das Industriewasser zum Kühlen stammt von einem anderen im Chemiepark ansässigen Unternehmen.

Das Industriewasser für die Kühlsysteme stammt aus dem Verdampfungsprozess der Salzproduktion des Unternehmens Nobian, welches mit Veolia am Entwickeln der Kreislauflösung mitgewirkt hat. Teijin Aramid senkt mit dem neuen System nicht nur den Trinkwasserverbrauch um 300.000 m3 sondern auch seinen Gesamtwasserverbrauch um 10 %.

Das Umbauprojekt bestand aus drei Komponenten: dem Bau einer Brauchwasserleitung, dem Anpassen der Trinkwasserversorgung an das Kühlwasserbecken und der Installation einer neuen automatisierten Kühlwasser-Aufbereitungsanlage, die die Wasserqualität kontinuierlich überwacht und reguliert. Veolia hat die Kühlwasseraufbereitung an die neue Wasserqualität des Brauchwassers aus der Salzproduktion angepasst und dafür gesorgt, dass das Kühlsystem weiterhin zuverlässig und effizient arbeiten kann. Nach einer erfolgreichen Testphase ist das komplette System seit Januar 2026 in Betrieb.

In der niederländischen Provinz Groningen, wo der Chemiepark Delfzijl liegt, steigt die Nachfrage nach Trinkwasser aufgrund des Klimawandels, einer wachsenden Zahl von Haushalten und einer starken Wirtschaft. Das örtliche Wasserversorgungsunternehmen arbeitet daher an verschiedenen Maßnahmen, um das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wiederherzustellen. Eine dieser Maßnahmen ist, den Trinkwasserverbrauch durch Unternehmen um 1,5 Mio. m3/Jahr zu reduzieren.