Produktionsstart zum Ende der Dekade
Covestro plant MDI-Produktionsanlage in China
Covestro will am Verbundstandort Shanghai in eine neue Anlage für Methylendiphenyldiisocyanat mit einer Jahreskapazität von 600 kt investieren. Zudem prüft der Konzern das Errichten einer weiteren Anlage ähnlicher Größenordnung in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die geplante MDI-Anlage soll an der Integrated Site Shanghai entstehen.
Covestro
Covestro rechnet mit einem anhaltenden Wachstum der weltweiten Methylendiphenyldiisocyanat-Nachfrage (MDI) in den kommenden Jahren. Als Wachstumstreiber sieht der Konzern insbesondere energieeffizientes Bauen und Sanieren, moderne Haushaltsgeräte sowie Anwendungen im Freizeit- und Konsumgüterbereich. Darum hat der Konzern vor, seinen integrierten Standort im chinesischen Shanghai um eine neue MDI-Produktionsanlage zu erweitern. Der geplante Produktionsstart ist zum Ende der Dekade. Das Vorhaben umfasst neben der eigentlichen MDI-Produktion auch zusätzliche Anlagen und Infrastruktur für Vorprodukte. Die geplante Anlage ist darauf ausgelegt, operativ klimaneutral (Scope 1 und 2) betrieben zu werden.
Zusätzlich will der Konzern im Rahmen einer Machbarkeitsstudie den Bau einer MDI-Anlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) prüfen. Die Studie baut auf einer bereits angekündigten Partnerschaft mit TA'ZIZ und Fertiglobe auf und soll Synergien innerhalb des entstehenden Industrieclusters in Al Ruwais Industrial City untersuchen. Die Studie soll den Zugang zu erneuerbaren Energiequellen sowie die integrierte Industrieplattform des TA'ZIZ-Chemiestandorts berücksichtigen, einschließlich der zuverlässigen lokalen Versorgung mit wichtigen Rohstoffen wie Chlor und Ammoniak. Eine mögliche Investition würde auf dem Projektkonzept aus China aufbauen.