Grüner Wasserstoff für Danish-German Hydrogen Backbone

Hy2gen-Projekt Albatros erhält 139,8 Mio. Euro Förderung

Das geplante 100-MW-Wasserstoffwerk des Unternehmens Hy2gen im dänischen Kassø erhält Unterstützung durch die Europäische Wasserstoffbank (EHB). Die Anlage soll ab 2031 rund 14.400 t/a grünen Wasserstoff liefern, vor allem für die deutsche Industrie.

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Luftbild einer Industrieanlage mit Gebäuden, Tanks und Straßen neben grünen Feldern.
Die geplante Wasserstoffanlage soll ab 2031 rund 14.400 t/a grünen Wasserstoff in das Pipeline-Netz „Danish-German Hydrogen Backbone“ einspeisen.

Im Rahmen einer wettbewerbsorientierten Auktionsrunde der Europäischen Wasserstoffbank erhielt das Projekt Albatros von Hy2gen Nordic eine Förderzusage über insgesamt 139,8 Mio. Euro. Mit einem Gebot von 0,97 Euro pro Kilogramm produzierten erneuerbaren Wasserstoffs gehörte das Vorhaben laut Hy2gen zu den wettbewerbsfähigsten Einreichungen dieser Runde. Die Prämie wird über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgezahlt, um die Preisdifferenz zu konventionell erzeugtem Wasserstoff zu verringern.

Grafik mit Dänemarkkarte und markiertem Standort einer Wasserstoffanlage sowie kleinem Luftbild der Anlage.
Die Anlage in Kassø soll Anschluss an die dänischen Kapazitäten für erneuerbare Energien sowie das Wasserstoff-Pipelinenetz erhalten.

Die Anlage entsteht in Kassø (Gemeinde Aabenraa) in unmittelbarer Nähe zu dänischen Kapazitäten für erneuerbare Energien. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Anbindung an den geplanten „Danish-German Hydrogen Backbone“. Diese dedizierte Pipeline-Infrastruktur soll dänische Produktionsstandorte direkt mit industriellen Abnehmern in Deutschland und dem weiteren europäischen Markt verbinden. Damit trägt das Projekt zur Umsetzung der EU-Richtlinie RED III bei, die verbindliche Quoten für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO) im Industriesektor vorschreibt.

Das 100-MW-Elektrolysewerk ist auf eine Jahresproduktion von ca. 14.400 t Wasserstoff ausgelegt. Laut Projektplanung können dadurch zwischen 130.000 und 145.000 t/a CO₂-Emissionen vermieden werden. Der Baubeginn ist für das Jahr 2028 terminiert, die Inbetriebnahme soll 2031 erfolgen. Während der Bauphase werden bis zu 500 Arbeitsplätze erwartet; im laufenden Betrieb sollen 30 bis 40 dauerhafte Stellen entstehen.