Demonstrationsanlage im Industriepark Höchst
Arcus testet Verfahren für kontinuierliches chemisches Recycling
Arcus Greencycling Technologies hat im Industriepark Höchst ein Verfahren für das kontinuierliche chemische Recycling von Kunststoffabfällen unter industriellen Bedingungen erprobt. Automatisierungs- und Steuerungstechnik für das Projekt kam vom Systemintegrator Stoll.
Arcus führt schwer recycelbare Kunststoffe mithilfe eines kontinuierlichen thermochemischen Verfahrens zurück in den Rohstoffkreislauf.
Arcus / Stoll
Die Anlage im Industriepark Höchst führt gemischte und kontaminierte Kunststoffabfälle, die bislang überwiegend nur thermisch im Rahmen von Müllverbrennung verwertet werden, wieder in den Rohstoffkreislauf zurück. Mittels einer Pyrolysetechnologie stellt Arcus daraus Pyrolyseöl her, das als Erdöl ähnlicher Ausgangsstoff für die Herstellung neuer Kunststoffe genutzt werden kann.
Aufgrund des neuen chemischen Recyclingverfahrens stellte das Projekt hohe Anforderungen an Safety und Explosionsschutz sowie besondere Anforderungen an Planung und Engineering, wegen des Prototypencharakters. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Pyrolyseanlagen ist das Verfahren von Beginn an für einen kontinuierlichen Betrieb statt für diskontinuierliche Batchprozesse ausgelegt. Gleichzeitig sollte die industrielle Demonstrationsanlage bereits wesentliche Merkmale späterer Produktionsanlagen abbilden.
Im Rahmen des Projekts übernahm Stoll das Pre-Engineering der Bereiche Elektrotechnik und Stromversorgung, die Elektrokonstruktion, die Softwareentwicklung, den Schaltschrankbau sowie die Inbetriebnahme der Anlage. Zum Leistungsumfang gehörten außerdem Planung, Bau und Installation der Niederspannungshauptverteilung, über die die gesamte Anlage mit elektrischer Energie versorgt wird. Neben dem Umsetzen der Automatisierung des kontinuierlichen Recyclingprozesses galt es, zahlreiche Messstellen zu integrieren, komplexe Safety-Funktionen umzusetzen und Anforderungen im Bereich des Explosionsschutzes zu erfüllen.