Fermentation von industriellem Rohglycerin

Cemvita: Produktion von erneuerbarem Öl in industriellem Maßstab

Cemvita hat eine 75.000-Liter-Fermentation für die Produktion von erneuerbarem Öl im industriellen Maßstab erfolgreich abgeschlossen. Dafür hat das Unternehmen Rohglycerin genutzt, ein industrielles Nebenprodukt der Biodiesel-Umesterung.

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Zwei Personen in Schutzkitteln stehen vor einer großen Industrieanlage in einer Fabrikhalle.
Durch das Aufrechterhalten einer konsistenten Leistung bei einer 2.500-fachen Volumensteigerung hat das Unternehmen gezeigt, dass der Prozess unter industriellen Betriebsbedingungen stabil und vorhersehbar ist.

Die Kampagne bestätigt die Skalierbarkeit der Bioproduktionsplattform von Cemvita von der Laborentwicklung bis hin zum industriellen Demonstrationsmaßstab. Die meisten industriellen Fermentationstechnologien für erneuerbares Öl waren in der Vergangenheit auf traditionelle zuckerbasierte Ausgangsstoffe angewiesen. Im Gegensatz dazu nutzt die Plattform des Unternehmens Rohglycerin, ein industrielles Nebenprodukt der Biodiesel-Umesterung, und wandelt so geringwertige Kohlenstoff-Rückstände in hochwertige erneuerbare Öle um.

Das erneuerbare Öl ist mit der bestehenden Hefa- und Co-Processing-Infrastruktur kompatibel, die zur Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) und anderen erneuerbaren Kraftstoffen genutzt wird. Durch die Nutzung bestehender Raffinerieanlagen ermöglicht die Plattform eine schnelle Integration in die heutigen Energiesysteme, ohne dass eine völlig neue nachgelagerte Infrastruktur erforderlich ist.

Durch das Aufrechterhalten einer konsistenten Leistung bei einer 2.500-fachen Volumensteigerung hat das Unternehmen gezeigt, dass der Prozess unter industriellen Betriebsbedingungen stabil und vorhersehbar ist. Denn laut Moji Karimi, CEO des Unternehmens, besteht der schwierigste Teil der industriellen Biotechnologie nicht darin, die Wissenschaft im Labor zu beweisen, sondern die Leistungskonstanz und Robustheit im industriell relevanten Maßstab nachzuweisen. Das Unternehmen hatte den Prozess in den letzten Jahren systematisch durch mehrere Skalierungsstufen vorangetrieben und sich von Laborsystemen über Fermentationen mit 2 l, 30 l, 1.500 l und 15.000 l weiterentwickelt.