Aceton aus grünem Wasserstoff und abgeschiedenem Kohlendioxid
P2H2 liefert AEM-Elektrolysesystem an Sintef in Norwegen
Das Forschungsinstitut Sintef hat Power to Hydrogen beauftragt, ein Anionenaustauschmembran-Elektrolysesystem mit einer Kapazität von 0,5 MW zu liefern. Damit soll grüner Wasserstoff für ein Gasfermentationsverfahren zur Produktion von Aceton erzeugt werden.
Die AEM-Architektur ist für eine schnelle Lastanpassung bei schwankender erneuerbarer Stromerzeugung konzipiert.
Sintef
Der Auftrag
ist das zweite kommerzielle Projekt von Power to Hydrogen (P2H2) und markiert
einen Schritt beim Ausweiten der AEM-Elektrolyse auf die Produktion grüner
Chemikalien und die industrielle CO2-Nutzung. Das geplante Elektrolysesystem,
was in Q4 2026 ins norwegische Tiller ausgeliefert werden soll, ist Teil von Pyroco2, einem Projekt im
Rahmen des EU-Programms „Horizon 2020 Green Deal“, gefördert durch die EU. Das
Projektkonsortium verfolgt das Ziel, einen wirtschaftlich tragfähigen Weg für das
direkte Umwandeln von CO2 in Aceton aufzuzeigen. Das Projekt adressiert eine
der zentralen Herausforderungen im Umgang mit dem Kohlenstoffkreislauf: das
direkte Nutzen von abgeschiedenem CO2 zur Produktion industrieller Chemikalien.
Das System des Elektrolyseurherstellers erzeugt grünen
Wasserstoff für einen Umwandlungsprozess, bei dem Wasserstoff mit
abgeschiedenem Kohlendioxid zu Aceton kombiniert wird. Der Prozess ist darauf
ausgelegt, vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben zu werden,
wodurch das Endprodukt faktisch emissionsfrei ist. Die AEM-Architektur ist für
eine schnelle Lastanpassung bei schwankender erneuerbarer Stromerzeugung sowie
für eine geringe Degradation im industriellen Dauerbetrieb konzipiert.