September 2011
  • Das Parametrieren und Aufsetzen der Planungssoftware für ein neues Projekt ist in der Regel aufwendig und geschieht unter dem Konkurrenz- und Kostendruck der Angebotsphase.
  • Häufig werden Daten aus der Angebots­phase später nicht nahtlos in die Planung übernommen, was zu einem zusätzlichen Aufwand führt.
  • Die Anlagenplanungssoftware MPDS4 ist skalierbar und ermöglicht es, Projekte skizzenhaft zu beginnen und dann nach und nach weiter zu detaillieren.

Betrachtet man den Projektablauf durch die Brille eines Anlagenbauers, wird schnell deutlich, was die Produktivität im Anlagenbau hemmt. Hohe Kundenanforderungen, hohe Qualität, wenig Zeit bei möglichst geringen Kosten bilden nur die grobe Eingrenzung dessen, womit ein Anlagenbauer tagtäglich zu kämpfen hat. Um dessen Herr zu werden, nutzt er viele unterschiedliche Tools, die ihn jedoch auch oft ausbremsen oder gar behindern – sei es durch fehlende Integration oder zu lange Vorarbeit.
Ein Projekt beginnt mit dem Angebot. Um dieses in Form einer verfahrenstechnischen und einer 3D-Planung abbilden zu können, muss zunächst in dem jeweils verwendeten System ein Projekt in Form einer Datenbank aufgesetzt werden. Oft ein langwieriges Verfahren, das viele Tage in Anspruch nimmt, in denen nicht produktiv gearbeitet werden kann.
Besonders die Qualität spielt in der Planung eine sehr große Rolle. Doch auch hier werden Anlagenbauer oft von ihren Engineering-Systemen gezwungen, von Anfang die höchste Planungsqualität zu wahren. Das kostet Zeit und treibt die Angebotskosten in die Höhe. An dieser Stelle sind aber oft nur das benötigte Material und die damit verbundenen Kosten entscheidend.
Auch die Präsentation ist ein wichtiger Bestandteil des Verkaufsprozesses. Bekommt der Kunde bei einer Präsentation ein besseres Verständnis für seine Anlage, kann genau dieses Kriterium für den Erfolg ausschlaggebend sein, trotz günstigerer Gegenangebote. Doch auch hier ist eine vernünftige Präsentation der 3D-Daten eine Frage von Zeit und Kosten, die wiederrum die Angebotskosten erhöhen. Modelle müssen aufwendig exportiert und anschließend geändert werden. Dritte müssen in das Projekt einbezogen werden, da es meist an internem Know-how fehlt.
Nach der Projektentscheidung muss die Planung nun detailliert werden. Normalerweise sollte die Detailplanung direkt auf den Angebotsdaten aufsetzen. Oft werden aber genau diese nicht mit in die Planung übernommen. Stattdessen werden komplett neue verfahrenstechnische und 3D-Planungsdaten aufgesetzt und detailliert. Genau hier sollte aber eine Wiederverwendung der wertvollen Angebotsdaten erfolgen, was jedoch einzelne Systeme entweder nicht berücksichtigen oder gar nicht zulassen.

Skalierbar planen
Die datenbankbasierte Anlagenbausoftware MPDS4 verfolgt hier einen anderen Ansatz: Wesentlicher Unterschied zu anderen Systemen ist die Möglichkeit der skalierbaren Planung. In der Angebotsphase kann ein Projekt innerhalb weniger Minuten aufgesetzt werden, so dass schon am ersten Tag mit der produktiven Arbeit begonnen werden kann. Dazu gehört das Erstellen von ersten P&IDs, Komponenten können dann bereits in 3D positioniert und verrohrt werden. Einzelne Details lassen sich dann nach und nach in den Planungsdaten definieren. Der Anlagenbauer kann also skizzenhaft planen und dann nach und nach mit scharfen Konturen, Details und Farben ergänzen. Mit der skalierbaren Planung lässt sich in der Anlagenbausoftware auch der Qualitätsgrad auf den aktuellen Planungsschritt anpassen. So können bereits im Rahmen der verfahrenstechnischen Planung die ersten Aussagen über das benötigte Equipment getroffen werden. Ein Export einer Stückliste nach Excel erlaubt z. B. einen schnellen Einblick in die Projektkosten. Mit der Integration zwischen P&ID und der 3D-Planung können die Komponenten auch schnell platziert werden. Die schnelle Verrohrung mit Hilfe von Auto-Routing-Mechanismen und das einfache Platzieren von Stahlkomponenten ermöglichen es, weiter detaillierte Aussagen über die anfallenden Kosten zu treffen. Auch Kollisionskontrollen sind dann bereits direkt in der Software möglich. Dabei erkennt das System direkte Kollisionen oder die Nicht-Einhaltung von Freiräumen.

Der erste Eindruck zählt
Um den Aufwand für 3D-Präsentationen im Verkaufsprozess gering zu halten, bringt das Anlagenbausystem die Voraussetzungen für beeindruckende Präsentationen bereits mit. Rundgänge können direkt in den Planungsdaten gestartet, gespeichert und dem Kunden per Viewer zur Verfügung gestellt werden.
Im Planungsprozess bedeutet Skalierbarkeit, dass bestehende Daten in einem fortschreitenden Projekt immer weiter mit Informationen und Details anreichert werden. Die Software unterstützt dieses Vorgehen und ermöglicht es, auch Fremddaten mit einzubeziehen. So kann die Planung aufbauend auf den Angebotsdaten immer weiter detailliert werden. Lieferantenmodelle können importiert und direkt verrohrt werden. 2D-Gebäudedaten lassen sich für die automatische Erzeugung von 3D-Gebäudemodellen nutzen. Kabelkanäle oder Klimasysteme können mit eingeplant werden. Um die Qualität der Planung stets erhöhen zu können, stehen Werkzeuge zur Konsistenzprüfung und gewerkeübergreifenden Kollisionskontrolle bereit.

Die Baustelle im Blick
Für die Realisierung müssen die Daten zunächst voneinander getrennt an Dritte verteilt werden. Der Rohrleitungsbauer benötigt seine Rohrleitungsisometrien, der Stahlbauer die Pläne für das Stahlgerüst und der Baustellenleiter verlangt Aufstellungspläne. Viele Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungen, die alle ein flexibles System mit der Möglichkeit einer Teil- oder gar Vollautomatisierung erfordern. Besonders bei sich verändernden Kundenanforderungen und damit der Planungsanpassung, müssen sich diese Daten aktualisieren lassen. Auch für die Dokumentation muss schnell erkennbar sein, was sich geändert hat und welche Daten damit auf den aktuellen Stand gebracht werden müssen.
Bei MPDS4 können beispielsweise auf Basis der 3D-Daten automatisiert komplette Sätze von Rohrleitungsisometrien erzeugt werden. Aufstellungspläne oder 2D-Zeichungen einzelner Anlagenteile lassen sich exportieren und weiter detaillieren. Durch die 2D/3D-Integration werden bei Anpassungen in 3D die dazugehörigen 2D-Zeichnungen automatisch an die neuen Planungsdaten angepasst. Für die Dokumentation können einzelne Veränderungen grafisch hervorgehoben werden. Auf der Baustelle ist es möglich, einzelne Daten über das Web mit den 2D/3D-Viewern einzusehen.

Global produktiv
In weltweit verteilten Projektteams werden Anlagen nicht nur standortübergreifend, sondern auch zeitversetzt geplant. Das bedarf eines ausgeklügelten Datenmanagements und einer lückenlosen Rechte- beziehungsweise Versionsverwaltung. Natürlich müssen aber auch die Daten standortübergreifend auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Die Planungssoftware unterstützt diese Anforderungen mit dem Project Data Control (PDC). Bei einzelnen Anpassungen meldet das System sofort, welche 2D- oder 3D-Daten verändert wurden und aktualisiert diese auf Wunsch. Weiterhin bietet PDC die Möglichkeit eines gesicherten Zugriffs über eine Portallösung, wodurch alle angepassten Daten auch sofort auf der Baustelle verfügbar sind. Für eine noch höhere Informationsdichte einzelner Daten können auch bestehende PDM-, PLM- oder ERP-Systeme angebunden werden.
Fazit: Skalierbare Anlagenplanungssoftware ermöglicht es, bereits sehr früh produktiv an einem Anlagenprojekt zu arbeiten. Im Laufe des Projektfortschritts kann die Planung immer weiter detailliert werden, so dass dem Kosten- und Konkurrenzdruck bei Projektbeginn entgegen gewirkt werden kann.

 

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