Elektrifizierung und CO₂‑Reduktion industrieller Prozesse
Evonik stärkt Standort Antwerpen mit neuem Umspannwerk
Evonik hat am Standort Antwerpen, Belgien, ein 150‑Kilovolt‑Hochspannungsumspannwerk in Betrieb genommen. Das Projekt steigert die verfügbare elektrische Leistung am Standort deutlich und soll die Versorgungssicherheit in der Region stärken.
Evonik
Das gemeinsam mit Netzbetreiber Elia umgesetzte Umspannwerk ersetzt den bisherigen 36‑kV‑Anschluss. Für Evonik ist es ein zentraler Baustein für die fortschreitende Elektrifizierung industrieller Prozesse und unterstützt die belgischen und europäischen Klimaziele. Durch die höhere Anschlussleistung kann der Chemiekonzern zusätzliche elektrische Verbraucher integrieren und den Einsatz fossiler Energieträger schrittweise reduzieren. Dadurch lassen sich elektrifizierte Prozesse wirtschaftlicher betreiben und CO₂‑Reduktionsprojekte umsetzen. „Durch das neue Umspannwerk gewinnen wir die notwendige Flexibilität, um verstärkt auf neue Technologien wie Wärmepumpen und energieeffiziente Systeme zu setzen“, erklärte Lieve De Bock, Produktionskoordinatorin von Evonik in Antwerpen.
Das Projekt ist der jüngste Baustein eines mehrjährigen Programms zur umfassenden Modernisierung der Stromverteilung am Standort. Technisch besteht die neue Anlage aus zwei rund 150 t schweren Transformatoren sowie sechs Kabelverbindungen mit einer Länge von jeweils etwa einem Kilometer. Die Leitungen wurden gemeinsam mit dem Netzbetreiber Elia und weiteren Firmen, teils unterirdisch entlang der Schelde bis zum neuen Umspannwerk, verlegt. Die Bauarbeiten erfolgten bei laufendem Produktionsbetrieb.
„Eine zuverlässige und leistungsfähige Stromversorgung ist für die Industrie in Belgien von zentraler Bedeutung“, sagte Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik und im Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit. „Mit dem neuen Hochspannungsanschluss verbinden wir industrielle Transformation und Klimaschutz.“