Mit dem Module Type Package (MTP) liefert der Modulbauer alle Informationen, um das automatisierte Modul in die übergeordnete Prozesssteuerung zu integrieren. Bild: Namur

Mit dem Module Type Package (MTP) liefert der Modulbauer alle Informationen, um das automatisierte Modul in die übergeordnete Prozesssteuerung zu integrieren. Bild: Namur

| von Armin Scheuermann

Der Module Type Package-Ansatz wurde erstmals 2014 auf dem Anwendertreffen der Namur beschrieben. Der Automatisierungsanbieter Wago hatte gemeinsam mit der TU Dresden und der Hochschule Hamburg eine Beschreibungssystematik (Modul Type Package, MTP) entwickelt und als Gesamtkonzept Dima (Dezentrale Intelligenz für Modulare Anlagen) vorgestellt. Das Konzept beruht auf dem Ansatz, dass Leitebene und Modulebene über eine neutrale Schnittstelle getrennt werden. Die Eigenschaften des automatisierten Moduls werden in einem MTP genannten Module Type Package in einem definierten und offenen Format beschrieben. Dabei ist MTP kein standardisierter Dienstekatalog, sondern die Moduleigenschaften werden von dessen Hersteller festgelegt. Module können dabei Teilanlagen, Apparate oder Ausrüstungsgruppen sein.

Hat der Modulhersteller die Eigenschaften des Moduls in der Module Type Package beschrieben, werden diese Informationen von einem Engineering-Tool in die proprietären Formate der jeweiligen Scada-, HMI- oder MES-Werkzeuge übrersetzt und von dort als proprietäre Informationen in das Standard-Engineeringsystem des Leitsystems geladen. Standardisierte Interfaces am übergeordneten Automatisierungssystem sind dabei nicht notwendig.

Das MTP wird im Engineeringwerkzeug des Modullieferanten erstellt und kann in das des Anlagenbauers importiert werden. Durch die Verwendung des MTP können zum Beispiel Bedienbilder, Alarminformationen des Moduls automatisch im Leitsystem erzeugt und Möglichkeiten zur servicebasierten Prozessführung des Moduls geschaffen werden. Die Namur befasst sich zusammen mit dem ZVEI in gemeinsamen Arbeitskreisen mit der Spezifikation des MTP.

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