So laufen die Gespräche zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft
Tarifblog: Alle News zu den Chemie-Tarifverhandlungen 2026
Alle (zwei) Jahre wieder finden die Tarifverhandlungen für die chemisch-pharmazeutische Industrie statt. Und auch 2026 haben Arbeitgeber und Gewerkschaft wieder sehr verschiedene Ansichten, wie es der Industrie aktuell geht und was zumutbar ist – ein Überblick der Verhandlungen.
Die Arbeitgeber fordern in den Chemie-Tarifverhandlungen eine Atempause, die Arbeitnehmer sehen noch Luft nach oben.
Yuriy Shevtsov, Grispb, karepa – stock.adobe.com
3. Februar 2026: Heute sind die Tarifverhandlungen für die chemisch-pharmazeutische Industrie auf Bundesebene in Hannover gestartet, die zunächst für zwei Tage angesetzt sind. Die Gewerkschaft IGBCE geht davon aus, dass die Verhandlungen bis in die Abendstunden gehen. Die insgesamt neun Verhandlungen auf regionaler Ebene, die Ende Januar 2026 stattfanden, sind alle gescheitert, da IGBCE und der Chemie-Arbeitgeberverband (BAVC) an ihren jeweiligen Standpunkten festgehalten haben.
Jetzt verhandeln wir auf Bundesebene. Unser Maßstab ist klar: Beschäftigung sichern, Kaufkraft stärken - dafür brauchen wir Bewegung der Arbeitgeber."
Oliver Heinrich, IGBCE-Vorstandsmitglied und Verhandlungsführer
Die
Zahlen des Ifo-Instituts von Anfang Februar 2026 deuten auf eine leichte
Entspannung für die Chemie-Industrie hin. Laut diesen hat sich das
Geschäftsklima für die Branche leicht verbessert, auch die Geschäftserwartungen
hellten sich ein wenig auf. Erstmals seit Monaten sei der Auftragsbestand für
die Chemie-Unternehmen gestiegen, vermeldete das Wirtschaftsforschungsinstitut.
Hier gelangen Sie zum Tarifblog aus 2024 und können nachlesen, wie die Tarifverhandlungen vor zwei Jahren abliefen.