Person in Schutzkleidung, die unter Laborabzugshaube an Batteriezellen arbeitet

Im Batterietechnikum findet die manuelle Zellfertigung statt. (Bild: Markus Breig, KIT)

Für das Libinfinity-Projekt werden die Partner aus Forschung und Industrie mit knapp 17 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert – das KIT erhält davon rund 1,2 Mio. Euro. Dafür übernimmt die Hochschule die Aufgabe, die Rezyklate, die aus dem im Projekt entwickelten mechanisch-hydrometallurgischen Verfahren entstehen, auf ihre Eignung zur Herstellung neuer Batterien zu prüfen. Dafür plant das KIT die folgenden Arbeiten: Eingangskontrolle der Rezyklate, Synthese neuwertiger Kathodenmaterialien, Elektrodenfertigung, Herstellung von großformatigen Lithium-Ionen-Batteriezellen in Industriequalität, Zelltestung und Bewertung der Batteriezellen.

Dr. Joachim Binder, Leiter der Forschungsgruppe Synthese und keramische Pulvertechnologie am Institut für Angewandte Materialien – Energiespeichersysteme, erklärt: „Diese Validierung ist unerlässlich, da Materialien für Batterien hohe Anforderungen erfüllen müssen. Vor allem gilt dies für Kathodenmaterialien, die Effizienz, Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Kosten der Batterien wesentlich mitbestimmen.“

An Libinfinity arbeitet ein Konsortium um die Mercedes Tochterfirma Licular, zu dem neben dem KIT auch Mercedes Benz, Daimler Truck, Primobius, SMS Group, die TU Clausthal und die TU Berlin zählen. Ziel ist ein mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren zu entwickeln, welches ganz ohne energieintensive Prozessschritte auskommt und höhere Recyclingquoten ermöglicht. Dafür sollen Materialien, die sich nicht mechanisch trennen lassen, unter relativ niedrigen Temperaturen mithilfe von Wasser und Chemikalien aufgespalten werden. Am Mercedes-Benz-Standort Kuppenheim entsteht bereits eine Recycling-Pilotanlage mit einer Kapazität von 2 500 t/a.

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