Batterie

Lithiumhydroxid ist ein wichtiger Rohstoff für die Batterieproduktion. Bild: Pixelembargo - Fotolia

Das Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) wurde in der Sorptions-Pilotanlage von Vulcan produziert, die sich in einer geothermischen Anlage für erneuerbare Energien im Oberrheintal in Deutschland befindet. Vulcan hat sich zum Ziel gesetzt, der weltweit erste Lithiumproduzent mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu werden. Im Rahmen des Projekts Zero Carbon Lithium soll aus der Kombination von geothermischer Energie und Lithiumvorkommen in Deutschland, dem größten Lithiumvorkommen Europas, ein chemisches Lithiumhydroxidprodukt in Batteriequalität hergestellt werden.

Die nachgeschaltete Elektrolyse-Verarbeitung erfolgte außerhalb des Standorts. In der Pilot-Produktion wurde die am Markt geforderte Batteriequalität übertroffen. Die Pilotanlage von Vulcan ist seit April 2021 unter Verwendung von Sole aus einer geothermischen Anlage in Betrieb und wird im Laufe des kommenden Jahres schrittweise vergrößert werden. Vulcan strebt die kommerzielle Produktion der Phase 1 für 2024 an.

Kommerzielle Lithiumhydroxid-Anlage soll im Chemiepark Höchst entstehen

Vulcan hat sich für die geplante kommerzielle Lithiumhydroxid-Anlage einen Standort im Chemiepark Höchst gesichert und dazu eine Vereinbarung mit dem Chemiepark-Betreiber Infraserv unterzeichnet. Die „Zentrale Lithium-Anlage“, CLP, ist als Verarbeitungszentrum vorgesehen, in dem Lithiumchlorid aus mehreren kombinierten Geothermie- und Lithiumsorptionsanlagen zu Lithiumhydroxid-Monohydrat verarbeitet wird. Von der CLP aus soll das Lithiumhydroxid-Monohydrat zu den europäischen Kunden in der Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie transportiert werden, wodurch sich der Transportaufwand in der derzeitigen Lithium-Lieferkette verringert.

Der Standort Höchst habe entscheidende Vorteile für das Projekt, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Dazu gehören die Nähe zu den Projektgebieten, in denen die integrierten Geothermie- und Sorptionsanlagen errichtet werden sollen; die Verfügbarkeit mehrerer kohlenstoffarmer Transportmittel (Binnenschiff, Zug); die Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vor Ort; und der erforderliche Platz und die Versorgungseinrichtungen für eine künftige schrittweise Erweiterung der CLP. Der Betreiber will mit einem eigenen Team daran arbeiten, die erforderlichen Genehmigungen für den Bau und den Betrieb der CLP im Chemiepark zu erhalten.

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