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| von Ansgar Kretschmer

Flexibles Baukastensystem

Der Ventilbaukasten RPEK1-03/B ist modular und flexibel in seinen Einsatzmöglichkeiten. Bild: Argo-Hytos
Der Ventilbaukasten RPEK1-03/B ist modular und flexibel in seinen Einsatzmöglichkeiten. Bild: Argo-Hytos

Der modulare Ventilbaukasten RPEK1-03/B von Argo-Hytos ist ein flexibles System mit einem breiten Anwendungsbereich in mobilen und stationären Applikationen. Basis der Baugruppe ist das Scheiben-Wegeventil RPEK1-03 Nenngröße 03 mit einem maximalen Durchfluss von 20 l/min je Sektion. Eine große Anzahl horizontaler und vertikaler Sektionen in Verbindung mit Einschraubventilen ermöglicht das Erstellen beliebiger Schemata für offene Kreisläufe. Das modulare Design steigert die Flexibilität bei der Entwicklung eines Hydrauliksystems, bei der Durchführung verschiedener Systemmodifikationen oder bei häufig vorgenommenen Konstruktionsänderungen. Einfaches Um- und Anbauen spart Entwicklungszeit, finanziellen Aufwand und Arbeitskosten. Typische Anwendungen dieser Produkte sind Zylinderfunktionen in stationären und mobilen Anlagen oder Open-Center-Hilfsfunktionen in mobilen und stationären Maschinen.

Upgrade für unterschätztes Bauteil

Das hygienische Auslaufventil für Chargenmischer verfügt über eine aufblasbare Dichtung. Bild: Gericke
Das hygienische Auslaufventil für Chargenmischer verfügt über eine aufblasbare Dichtung. Bild: Gericke

Gericke hat seine Chargenmischer um ein hygienisches Auslaufventil mit aufblasbaren Dichtungen ergänzt. Das neue Auslaufventil ist besonders für Anwendungen geeignet, bei denen eine häufige Reinigung notwendig ist. Die runde Form vermeidet unnötige Ecken und macht es einfach zu reinigen. Das Ventil bietet hohe Prozesssicherheit, erfüllt alle hygienischen Anforderungen, reduziert die Bauhöhe der Mischer und senkt nach Angaben des Herstellers sogar den Energieverbrauch. Die Auslaufklappe schließt durch eine aufblasbare Dichtung auch bei klebrigem Produkt dicht ab. Darüber hinaus ermöglicht diese Konfiguration die Überwachung der Dichtheit der Auslassklappe. Im Falle einer Fehlfunktion kann der Prozess sofort gestoppt werden, wodurch sich Produktrückrufe vermeiden lassen. Diese Funktion kann auch Teil einer Automatisierungsstrategie sein, um den Zustand und die Parameter eines Prozesses und der verwendeten Ausrüstung im Zuge der Industrie 4.0 online zu verfolgen.

Dosieren bei höheren Temperaturen

Die kompakten Hubankerventile Typ 7011 und 7012 sind auch für hohe Umgebungs- und Medientemperaturen geeignet.Bild: Bürkert
Die kompakten Hubankerventile Typ 7011 und 7012 sind auch für hohe Umgebungs- und Medientemperaturen geeignet. Bild: Bürkert

Die kompakten, direktwirkenden Hubankerventile Typ 7011 (2/2 Wege) und 7012 (3/2 Wege) von Bürkert Fluid Control Systems sind speziell auf den Einsatz bei höheren Temperaturen abgestimmt. Die Ventile ermöglichen ein sicheres Schalten bis zu einer Umgebungstemperratur von 70 °C und einer Medientemperatur von 140 °C bei 100 % Einschaltdauer. Dadurch eignen sie sich zum Dosieren von Gas, Dampf sowie kaltem und heißem Wasser. Maßgeschneiderte Lösungen wie individuelle Spannungswerte oder spezielle fluidische Ausführungen sind möglich. Der Anbieter liefert die Ventile immer als einsatzfertiges Komplettgerät von Spule und Fluidik. Die Hubankerventile werden mit Zulassungen für den weltweiten Einsatz angeboten. Jedes Ventil besitzt bereits ein Spulensystem für den nordamerikanischen Markt. Außerdem sind auch Ausführungen nach DVGW EN 161 für Brenngase erhältlich. Einsatzfälle für diese Hubankerventile finden sich besonders in Anwendungen, wo durch erhöhten Schallschutz und Wärmerückgewinnung in Anlagenteilen und Maschinen höhere Temperaturen entstehen, etwa in Kompressoren, Gasverdichtern, bei Heizung, Klima, Lüftung, Sterilisatoren im Maschinen- und Apparatebau sowie in der Prüf- und Analysetechnik.

Präzise und sicher

Die weiterentwickelten Vollhub-Sicherheitsventile für Plungerpumpen lassen sich präzise auf den nötigen Ansprechdruck einstellen. Bild: Kamat
Die weiterentwickelten Vollhub-Sicherheitsventile für Plungerpumpen lassen sich präzise auf den nötigen Ansprechdruck einstellen. Bild: Kamat

Pumpenhersteller Kamat hat seine Plungerpumpen weiterentwickelt und deren Sicherheitsventile komplett überarbeitet, um diese noch besser auf Druck und Volumenstrom abzustimmen. Bei den Ventilen handelt es sich um Vollhub-Sicherheitsventile in einer einfachen oder vorgesteuerten Ausführung für mehr Volumenstrom. Die Ventile werden ab Werk für einen vom Betreiber zu nennenden Betriebsdruck eingestellt und verplombt geliefert. Die einfachen Vollhubventile verfügen über einen drehbaren Bypass-Anschluss zum Abführen des ausströmenden Mediums. Die vorgesteuerten Sicherheitsventile verfügen über einen festen Bypass-Anschluss. Die vorgesteuerten Sicherheitsventile benötigen für die Installation Blockflansche. Beide Varianten sind federbelastet. Die Ventilfamilie deckt alle Kamat-Pumpen bis 3.500 bar und bis 4.700 l/min ab. Der Hersteller verwendet für die Sicherheitsventile moderne Federtechnik, welche eine präzise Einstellung des Ansprechdruckes ermöglicht. Um die Sicherheit der Ventile zu erhöhen, lassen sie sich nun nur noch mit Sonderwerkzeug einstellen und verstellen. Dieses Werkzeug erhalten ausschließlich zertifizierte Partner. Mit den Sicherheitsventilen ist zudem eine noch genauere Abstimmung auf Betriebsdruck und besonders hohe Volumenströme der Pumpen möglich. Trotz der Weiterentwicklung sind auch Ersatzteile und Service für die bisherigen Sicherheitsventile des Herstellers weiterhin erhältlich.

Schutz im gesamten Betriebsbereich

Das speziell entwickelte Ventil verringert das Kavitationsrisiko von Kreiselpumpen in Wasserkreisläufen. Bild: Schroeder Valves
Das speziell entwickelte Ventil verringert das Kavitationsrisiko von Kreiselpumpen in Wasserkreisläufen. Bild: Schroeder Valves

Für Anlagen mit häufigem Betrieb im Mindestmengenbereich der Pumpe hat Schroeder Valves einen neuen Ventiltyp entwickelt. Die Armatur ist insbesondere für den Schutz von Kreiselpumpen in Kesselspeisewasser-Kreisläufen von Gas- und Dampf-Kombikraftwerken konzipiert. Speziell im kritischen Bereich bei Prozessmengen knapp unterhalb der Pumpenmindestmenge war es bisher kaum möglich, ohne Schäden durch Kavitation den Betrieb mit einem regulär arbeitenden Ventil zu ermöglichen. Das Ventil Schroeder Intermediate Pressure (SIP) erlaubt dies jedoch sogar im Bereich der Schaltpunkt-Hysterese. Das Ventil steuert den Bypass durch einen mehrstufigen Kolben, der bei allen Durchflussmengen eine definierte mehrstufige Druckreduzierung ermöglicht, und dadurch auch jederzeit einen kavitationsfreien Betrieb. Der Kolben wird direkt vom Kegel über einen Hebel betätigt. Die Stellkräfte werden mittels Druckausgleich soweit reduziert, dass kein unterstützendes Pilotsystem erforderlich ist.

Die technischen Neuheiten des Ventils sind sowohl in Hauptrichtung des Prozessmediums durch ein spezielles Design des volumenstromgeregelten Kegels als auch in der Konstruktion des Bypasses angesiedelt. Sie schützen die Einheit vor Verschleiß und Kavitation im gesamten Betriebsbereich, von null bis 100 %. Sollte sich dennoch Verschleiß zeigen, so stellt die Konstruktion des Bypasses immer noch einen voll funktionalen Betrieb des Ventils sicher. Der Bypass hat zudem eine integrierte Rückschlagsicherung und benötigt keine Druckhaltevorrichtung (Gegendruckregler) in der auf das Ventil folgenden Bypass-Rohrleitung. Das Ventil steht in den Standard-Nennweiten DN80 bis DN250 sowie den Druckstufen PN250 bis 400 nach EN 1092 zur Verfügung, wobei andere Standards wie ASME B16.5 ebenso wie weitere Nenngrößen und Druckstufen möglich sind. Gleiches gilt für die Werkstoffauswahl, die von C-Stählen über Edelstähle bis Superduplex reicht.

Sparsame Klappen-Generation

Die Absperrklappen der Serie R480 Victoria sind weichdichtend und mit geringem Drehmoment zu betätigen. Bild: Gemü
Die Absperrklappen der Serie R480 Victoria sind weichdichtend und mit geringem Drehmoment zu betätigen. Bild: Gemü

Gemü hat seine weichdichtenden, zentrischen Absperrklappen überarbeitet und bietet diese ab sofort als Redesign R480 Victoria in Wafer-Ausführung an. Aufgrund der strömungsoptimierten und schlanken Scheibenkonstruktion erreicht die überarbeitete Absperrklappe höhere Durchflussfaktoren, was den Druckverlust reduziert und die Absperrklappe energieeffizienter macht. Durch die gleichmäßige Flächenpressung auf Achsen-und Wellenlagerung sind die Absperrklappen nach Angaben des Herstellers betriebskostensparend, da ein geringeres Drehmoment zur Betätigung nötig ist. PTFE-beschichtete Stahlbuchsen im Achsen- und Wellenbereich reduzieren die Drehmomente zusätzlich.

Eine Beschichtung mit einer Schichtdicke von mindestens 250 µm stellt den Korrosionsschutz gemäß ISO 12944-6 C5M durchgängig auch im Manschettenbereich sicher. Ein weiteres Feature der überarbeiteten Baureihe ist die technisch optimierte Manschette für bessere Dichtheit. Zusätzliches Material im Sitz-, Achsen- und Wellenbereich sowie eine Nut in Durchflussrichtung zur formschlüssigen Fixierung verbessern die Rutschfestigkeit und Abdichtung der Absperrklappe. Ein Fixpunkt der Manschette am Klappenkörper ermöglicht einen einfachen Manschettenwechsel und das Ablesen des Manschettenwerkstoffs auch in eingebautem Zustand. Zusätzlich ist durch die Einführschräge an der Manschette ein einfacher und fehlerfreier Austausch bei Instandhaltung oder nachträglichem Armaturenwechsel möglich. Die Baureihe kann durch den identischen Antriebsflansch und die gleichen Einbaulängen eins zu eins die vorherige Baureihe 480 Victoria ersetzen. Mit integriertem RFID-Chip sind die Klappen für Industrie 4.0 vorbereitet. Die Baureihe ist in Nennweiten von DN 50 bis 300 und in verschiedenen Ausführungen erhältlich: mit freiem Wellenende, mit Handhebel, mit pneumatischem sowie mit elektromotorischem Antrieb.

Antrieb für harten Einsatz

Der Schwenkantrieb DFPD-C eignet sich auch für anspruchsvolle Umgebungen.Bild: Festo
Der Schwenkantrieb DFPD-C eignet sich auch für anspruchsvolle Umgebungen. Bild: Festo

Der Schwenkantrieb DFPD-C von Festo eignet sich für die Betätigung von Absperrklappen, Kegelventilen und Kugelhähnen in Prozessanlagen der chemischen und petrochemischen Industrie, mit einem Stellungsregler auch für Regelanwendungen. Ihre Robustheit und Sicherheit erzielen die Schwenkantriebe DFPD-C und DFPD-C-VDE2 mit verschiedenen Features: Die hart anodisierten Abschlussdeckel verhindern Kratzer. Die ausblassicheren Schrauben für die Einstellung der Endlagenposition erhöhen die Sicherheit, während der Antrieb unter Druck steht. Wellenzentrierringe sorgen für eine versatzfreie Verbindung von Antrieb und Prozessventil. Gefesselte buntmetallfreie Federpakete bieten zusätzliche Sicherheit gegen Federbruch. Über einen auf dem Antrieb montierten Anschlussblock mit Namur-Bohrbild lassen sich alle Arten von Pilotventilen mit Namur-Schnittstelle sowie Stellungsregler nach VDI/VDE 3847 ohne zusätzliche Verrohrung mit dem Antrieb verbinden. Damit ersparen sich Anwender eine zeitaufwendige und teure Verrohrung. Das erleichtert die Wartung und hilft, mögliche Leckagen und Installationsfehler zu vermeiden.

Durch seine Konstruktion kann der Antrieb unter nahezu allen erschwerten Bedingungen der chemischen Industrie eingesetzt werden. Mit der kompakten und modularen Zahnstange-Ritzel-Kombination lässt er sich auch bei begrenztem Einbauraum gut installieren. Seine Variantenvielfalt ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Pilotventile, Stellungsregler und Endschalteranbauten. Durch die optimierte Federmorphologie lässt sich der Druckbereich für die Aufgabe definieren. In Schritten von 0,5 bar kann man so Drücke von 2 bis 6 bar einstellen. Praktisch dabei: Bei aufgebautem Anschlussblock ermöglicht die Hot-Swap-Funktion den Austausch des Stellungsreglers und Pilotventils im laufenden Prozess.

Kupplung mit mehr Leistung

 Die doppelkardanische Kupplung N-Eupex DK ist besonders für Pumpen konzipiert. Bild: Flender
Die doppelkardanische Kupplung N-Eupex DK ist besonders für Pumpen konzipiert. Bild: Flender

Die doppelkardanische Kupplung N-Eupex DK von Flender zeichnet sich durch eine verkürzte Montage- und Demontagezeit sowie einelaut Hersteller um durchschnittlich 30 % höhere Leistung aus. Sie ist besonders für den Einsatz in Pumpen konzipiert. Die Kupplung verbindet die Wellenenden von Antrieb und Arbeitsmaschine über zwei Elastomergelenke statt wie bei den übrigen Bauarten über nur ein Gelenk. Die Einführung dieses zweiten Elastomergelenks erhöht die Dämpfungseigenschaft der Kupplung, was in in einer geringeren Drehfedersteifigkeit resultiert. Dies verringert Schwingungen und die Belastungen auf angrenzende Maschinenkomponenten. Zudem erhöht sich der mögliche Radialversatz um mehr als das Vierfache. Die Rückstellkräfte reduzieren sich dadurch je nach Größe, Versatz und Einbaumaß um mehr als die Hälfte. Die Kapselung der Elastomere bewirkt einen konstruktiven Fangschutz der Zwischenhülse.

Die Kupplung ist universell einsetzbar, eignet sich jedoch besonders für Pumpenanwendungen. Laut Hersteller ist es gelungen, die Leistung der gesamten N-Eupex Baureihe um circa 30 % zu steigern, und die Bohrungskapazität um bis zu 25 % zu vergrößern. Die erhöhte Leistungsdichte wurde durch umfangreiche Tests und Werkstoffoptimierungen erreicht. Anwender profitieren dadurch von einem höheren Drehmoment, erhöhten Drehzahlen und einem Größensprung. Die gleiche Leistung lässt sich nun mit einer kleineren Baugröße erreichen. Die Kupplung ist in zehn Baugrößen für Drehmomente von 48 Nm bis 2.300 Nm erhältlich und kann bei Umgebungstemperaturen von -30 bis 80 °C auch in Ex-Bereichen eingesetzt werden.

Kostenlose Registrierung

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