Juni 2015
| von Friedemann Korflür, freier Journalist für SKT-Schrupp

  • In der Prozesstechnik müssen Betreiber immer wieder Revisionen durchführen. Endklappen können ihnen an dieser Stelle das Leben vereinfachen.
  • Ihr Einsatz ermöglicht es, angeflanschte Teile auch bei einseitig anstehendem Druck auszutauschen. Dies verkürzt den Stillstand; teilweise können Anwender sogar den Betrieb mittels Bypass aufrechterhalten.
  • Je nach Anwendungsfall haben die Kunden die Auswahl zwischen verschiedenen Werkstoffen und Baugrößen; auch der Automatisierungsgrad lässt sich nach Belieben anpassen.
Mit einer Endklappe können Betreiber Stillstandzeiten verkürzen oder auch komplett umgehen. Bild: SKT

Mit einer Endklappe können Betreiber Stillstandzeiten verkürzen oder auch komplett umgehen. Bild: SKT

Endklappen bis DN 600 bei Drücken bis 6 bar
Die korrosionsfreien und säurefesten Endklappen von SKT-Schrupp sind dichtschließende Armaturen zum Absperren aggressiver, flüssiger Medien. Sie eignen sich sowohl als Anflanscharmaturen (Lug type) als auch als Zwischenflanscharmaturen (Wafer type). In ihrer Konstruktion sind sie äußerst robust und auf eine lange Betriebsdauer ausgelegt. Konstruktives Merkmal ist das robuste Klappengehäuse aus Kunststoff-Vollmaterial, das beide Flansche mit stabilen Versteifungsrippen verbindet. Diese Rippen machen das Klappengehäuse dauerhaft unempfindlich gegen die Kräfte, die über die angeschlossenen Rohrleitungen wirken können. Zur Montage verwendet der Hersteller unempfindliche Schraubverbindungen, die in den Aussparungen zwischen den Rippen verschraubt werden. Die Klappenscheiben selbst sind strömungsgünstig geformt, sodass sie bei voller Öffnung einen geringen Druckverlust verursachen.

Einsatz für eine unkomplizierte
Wartung

In der Praxis können solche Endklappen Betreibern die Wartungsarbeiten vereinfachen: Ohne aufwendiges Entleeren des Gesamtsystems können angeflanschte Teile auch bei einseitig anstehendem Druck entfernt werden. Hierdurch spielen die Klappen ihre Stärken gerade im Revisionsfall aus; denn sie sparen viel Stillstandzeit und erhöhen die Verfügbarkeit der Anlage. Gegebenenfalls kann die Anlage sogar im Bypassbetrieb weiterlaufen.

Große Materialauswahl,
hohe Betriebstemperaturen

Die Endklappen besitzen durchgehende, zweifach gelagerte Edelstahl-Wellen mit beiderseitig doppelter Abdichtung sowohl auf der Betätigungsseite als auch auf der Lagerseite. Durch die exzentrische Bauweise der  Klappenscheibe setzt der Hersteller eine spezielle Profildichtung statt einer Manschette in die Klappe ein. Das vereinfacht einen eventuellen Austausch der Dichtung. Es stehen mehrere Materialien für unterschiedliche Medien zur Auswahl: Gehäuse und Scheibe sind aus PP, PVC und PVDF erhältlich. Hierzu können die  Dichtungsmaterialien wahlweise aus EPDM, FPM und PTFE kombiniert werden. Maximale Betriebstemperaturen bis 110 °C sind zulässig. Die Klappen liefert das Unternehmen in durchgehender Baureihe von DN 65 bis DN 600 und mit Flanschen nach DIN, ANSI oder auch JIS. Die Baulängen richten sich entweder nach Werksnorm oder auch Kundenwünschen. Der Kopfflansch nach DIN ISO 5211 nimmt alle gängigen Antriebstypen auf: Neben Handantrieben sind auch pneumatische einfach- oder doppeltwirkende, oder auch elektrische Antriebe möglich. Damit lassen sich die Endklappen auch bei  übergreifenden Automatisierungen betreiben.

Achema 2015 Halle 8.0 – G4

Hier finden Sie einen Link zum Hersteller.

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