Technologie-Machbarkeitsstudie

Supercritical Solutions und Shell kooperieren bei Hochdruck-Elektrolyse

Supercritical Solutions und Shell Global Solutions International haben eine nicht-exklusive Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen dieser wollen die Partner eine Machbarkeitsstudie für eine Hochdruck-Elektrolyse-Technologie durchführen.

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Supercritical Solutions und Shell Global Solutions International haben eine nicht-exklusive Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen dieser wollen die Partner eine Technologie-Machbarkeitsstudie für eine
Die Partner wollen die Kosten- und Komplexitätsbarrieren angehen, mit denen der Markt für erneuerbaren Wasserstoff konfrontiert ist.

Zu der bezahlten Technologie-Machbarkeitsstudie – die unterstützen soll, eine Pilotanlage zu entwickeln – gehört das Analysieren von Leistungsdaten, das Bewerten der Prozesssicherheit und eine techno-ökonomische Bewertung. Die Studie baut auf der Beziehung zwischen den beiden Unternehmen auf, die 2021 mit Shells New Energy Challenge begann – einer Initiative, die technologieorientierte Start-ups und Scale-ups unterstützt, Technologien zu entwickeln, die die Nachhaltigkeit fördern und die Zukunft des Energiesektors gestalten. Diese Beziehung wurde 2024 durch eine Investition von Shell Ventures in die erste Risikokapital-Finanzierungsrunde des Elektrolyseurherstellers Supercritical in Höhe von 14 Mio. Pfund vertieft.

Luke Tan vom Elektrolyseurhersteller aus London sagte, dass die Kooperationsvereinbarung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung sei. So würden die Partner direkt die Kosten- und Komplexitätsbarrieren angehen, mit denen der Markt für erneuerbaren Wasserstoff konfrontiert sei.

Der Hochdruck-Elektrolyseur hat der Hersteller aus London für industrielle Wasserstoffmärkte entwickelt, in denen ein hoher Lieferdruck unerlässlich ist. Das Design des Elektrolyseurs ist membranfrei, PFAS-frei und iridiumfrei – Wasserstoff wird mit einem Druck von bis zu 220 bar und einer Reinheit von 99 % erzeugt – ohne Einsatz eines Kompressors. Durch den Betrieb bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur erzielt das System eine hohe Effizienz und macht es unabhängig von Seltenerdmetallen oder Membranen, die anfällig für Verschleiß und Versorgungsrisiken sind. Letztendlich zielt das Design darauf ab, die Kosten für erneuerbaren Wasserstoff zu senken.

Die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff erreichte 2024 fast 100 Mio. t, wobei etwa 90 % bei erhöhtem Druck in Anwendungen wie Ammoniak, Methanol und Raffinerien verwendet wurden. Da politische Maßnahmen wie die Renewable Energy Directive III (RED) der EU und nationale Netto-Null-Ziele die Dekarbonisierung in der Schwerindustrie vorantreiben, wird der Bedarf an kostengünstigen Lösungen für kohlenstoffarmen Wasserstoff voraussichtlich steigen.