Welche politischen Instrumente könnten grünem Wasserstoff zum Durchbruch verhelfen? Die aktuelle Studie von Agora Energiewende liefert Erkenntnisse. Bild: malp - Adobe Stock

Welche politischen Instrumente könnten grünem Wasserstoff zum Durchbruch verhelfen? Die aktuelle Studie von Agora Energiewende liefert Erkenntnisse. Bild: malp - Adobe Stock

Für die Experten der Agora Energiewende ist unstrittig, dass Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaneutralität in verschiedenen Sektoren spielen wird. Im Einklang mit dieser Erkenntnis hätten die politischen Entscheidungsträger in Europa aktiv Strategien zur Entwicklung von Wasserstoff verabschiedet. Doch auch bei massiv teureren Kohlenstoffzertifikate wird erneuerbarer Wasserstoff voraussichtlich noch bis in die 2030er Jahre nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig zu konventionell aus fossilen Energieträgern hergestelltem Wasserstoff sein.

"Es gibt derzeit keine natürliche Marktnachfrage nach vollständig dekarbonisiertem Wasserstoff, und es wird auch nicht erwartet, dass eine solche Nachfrage vor dem Ende dieses Jahrzehnts entsteht", so der Thinktank: "Die europäische Industriepolitik muss diese Lücke schließen - und unserer Meinung nach sollte schnell gehandelt werden (z. B. im Rahmen des Fit-for-55-Pakets und der Überarbeitung der Leitlinien für staatliche Beihilfen)", heißt es in der Erklärung zur neuen Studie "Making renewable hydrogen cost-competitive".

Um den politischen Unterstützungsbedarf von Wasserstoff und seine Auswirkungen besser zu verstehen, haben Agora Energiewende und Guidehouse die politischen Instrumente untersucht, die am vielversprechendsten sind, um die Kostenlücke zwischen erneuerbarem Wasserstoff und seinen fossilen Pendants zu schließen. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden in der Studie ein Mix aus politischen Instrumenten und ein Fahrplan vorgestellt, der die Einführung von erneuerbarem Wasserstoff beschleunigen soll. Die Studie kann über diesen Link abgerufen werden.

Ungeachtet der (Un-)Wirtschaftlichkeit grüner Wasserstoff-Projekte wächst die Anzahl der angekündigten Projekte kontinuierlich. So listet eine aktuelle Studie von McKinsey aktuell fast 500 Wasserstoff-Projekte im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar, die bis 2030 realisiert werden sollen. Demnach haben 30 Nationen 76 Mrd. US-Dollar allein an Fördergeldern für die Entwicklung von Wasserstofftechnologien und -projekten angekündigt. Den Artikel zur Studie Hydrogen Insights finden Sie hier.

Engineering Summit 2021

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Wie die Dekarbonisierung und der Trend zur Nachhaltigkeit den europäischen Anlagenbau verändern wird, ist Thema des kommenden Engineering Summit, der vom 1. bis 2. Dezember 2021 in Darmstadt stattfinden wird. Unter dem Motto „Welcome to the new realities in plant engineering“ werden Führungskräfte aus dem europäischen Anlagenbau die aktuellen Entwicklungen der Branche diskutieren.

Im Zentrum steht die Frage, welche Chancen die globale Energietransformation für die Branche bietet. Denn klar ist: Ohne den verfahrenstechnischen Anlagenbau können Wasserstoff-Wirtschaft, Umstellung der Metallurgie-, Chemie- oder Zementindustrie auf grünen Strom und eine klimaneutrale Mobilität nicht gelingen. Gleichzeitig schaffen neue Verfahren und Prozesse enorme Chancen für technologie-getriebene Anlagenbau-Unternehmen, gleichzeitig allerdings auch enorme Herausforderungen im Hinblick auf eigene Investitionen zur Technologieentwicklung und Abwicklungskompetenz. Mehr Informationen unter www.engineering-summit.de

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