Feldhamster

(Bild: Azaliya (Elya Vatel)

Der Hamster, und insbesondere der Feldhamster, ist ein echter Lebenskünstler: Als „territorialer Einzelgänger“ (Wikipedia) ist er dämmerungs- und nachtaktiv und hat eine wesentliche Eigenschaft mit dem zweibeinigen Markthamster gemein: Feldhamster sind Nahrungsopportunisten, die sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich nehmen. Beim Discounter äußerte sich dies zuletzt vor allem im Mehl- und Pasta-Regal sowie bei Sonnenblumenöl. Letzteres legt nahe, dass sich der Markthamster in zwei Unterarten aufteilen lässt: den aktuellen Kriegshamster und den inzwischen weitgehend gesättigten Coronahamster. Der Coronahamster zieht ligninhaltige Blattware für den Rektalgebrauch fetthaltigen Flüssigkeiten vor.

Kriegs- und Coronahamster

Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass es zwischen Kriegs- und Coronahamstern eine große Schnittmenge gibt. Deutungsversuche gehen dabei in zweierlei Richtungen: Schon beim altbekannten Feldhamster ist eine ausgesprochene Saisonalität erkennbar, die sich in zwei physiologische Zustände unterscheiden lässt: der Sommerzustand, der auf maximalen Reproduktionserfolg ausgerichtet ist, und der Winterzustand, der Winterschlaf und damit eine maximale Energieersparnis erlaubt. Zweibeinige Hamster scheinen hier in Teilen ein reziprokes Verhalten zu zeigen.

Die zweite Deutungsrichtung hat ebenfalls mit dem Reproduktionsverhalten von Hamstern zu tun: Diese sind polygam. Steigende Fallzahlen von Scheidungsgerichten könnten diese Interpretation also statistisch erhärten.

Im Hinblick auf eine drohende Gas- und Ölkrise ist allerdings eine weitere Eigenschaft des Feldhamsters noch viel spannender: Dieser kann im Winter seine Körpertemperatur auf 1,9 °C absenken und kommt in der kalten Jahreszeit mit kurzen Wachphasen aus, in denen er von den eingelagerten Vorräten frisst. Sollte es gelingen, diese Eigenschaft auch auf den aktuellen Kriegshamster zu vererben, wäre es möglich, der Energieversorgung der Industrie den Vorrang vor Haushalten einzuräumen. Putin kann sich dann warm anziehen!

Engineering Summit 2022 - Folgen des Russland-Konflikts für den Anlagenbau

Logo Engineering Summit

Wie sich der Russland-Konflikt kurz- und langfristig auf den europäischen Anlagenbau auswirken wird, ist auch Thema des kommenden Engineering Summit, der vom 20. bis 21. Juli 2022 in Darmstadt stattfinden wird. Unter dem Motto „Welcome to the new realities in plant engineering“ werden Führungskräfte aus dem europäischen Anlagenbau die aktuellen Entwicklungen der Branche diskutieren.

Russland war in den vergangenen Jahren einer der Haupt-Auftraggeber des deutschen Großanlagenbaus. Dieses Geschäft wird sich aufgrund der Sanktionen infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine verändern. Gleichzeitig wird die beschleunigte Transformation des Energiesektors in Europa zu neuen Chancen und Projekten führen. Im Summit Talk am 21. Juli werden wir das Thema mit führenden Köpfen des Anlagenbaus ausloten. Mehr Informationen unter www.engineering-summit.de

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.
*

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?